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27.08.2018 Neunkirchen aktuell...
 

Der Neckar formte schon vor Jahrtausenden die Landschaft


Umlaufberg bei Neckarkatzenbach als Geotop des Jahres 2018 ausgezeichnet

  
Zu seinem tiefen Bedauern war es Landrat Dr. Achim Brötel trotz seiner allgemein bekannt guten Beziehungen nicht gelungen, einen Zeitzeugen aufzutreiben, der über die Entstehung des Mittelberges zwischen Neckarkatzenbach und Guttenbach Auskunft geben konnte. Allerdings hatte er mit Dr. Stefanie Fey, Geschäftsführerin des Geonaturparks, und Dr. Jutta Weber und Jochen Babist aus der Geopark-Geschäftsstelle in Lorsch versierte Kenner der Erdgeschichte um sich versammelt, die am Kalkbrennofen oberhalb von Neckarkatzenbach den Tag der Ernennung der geologischen Sehenswürdigkeit zum Geotop des Jahres 2018 fachkundig unterstützten. Besonders erfreut zeigte er sich darüber, dass nach 2006, als die Eberstädter Tropfsteinhöhlen und 2013, als der Katzenbuckel in diesen illustren Kreis der Naturdenkmäler aufgenommen wurden, bereits zum dritten Mal eine geologische Besonderheit in unserem Raum ein derartige Ehrung zuteil wurde. Damit werde auch der Neckarsteig, der in Teilen mit zum UNESCO-Geo-Naturpark  Bergstraße gehört,  und der vor zwei Wochen zum schönsten Wanderweg in ganz Deutschland gekürt wurde,  weiter aufgewertet, mit entsprechend positiven Rückwirkungen auf den Wandertourismus in unserer Region. Nach einem herzlichen Dank an die Organisatoren der Feierstunde und die mehr als 150 Besucher der Veranstaltung übergab Dr. Brötel das Wort an Christian Engelhardt, seinen Landratskollegen des Landkreises Bergstraße. Dieser zeigte sich erfreut darüber, dass mit der Ernennung des Mittelbergs zum Geotop 2018 ein Ort gewählt wurde, an dem vielfältige Einblicke in die Erdgeschichte möglich gemacht würden. Dabei hob er in einem erdgeschichtlichen Rückblick die geologische Bedeutung hervor zeigte an dem "Blickfenster in den Boden" auf, wie sich die Natur entwickelte und auch heute noch kontinuierlich weiter wirkt. Nach einem Lob für die Kommunen, die im Geo Naturpark über drei Ländergrenzen hinweg erfolgreich arbeiten, betonte er auch, welch eine immense wirtschaftliche Bedeutung aus dieser Kooperation erwüchse.

   

Auch Bernhard Knörzer, Bürgermeister von Neunkirchen, unterstrich nach seiner herzlichen Begrüßung aller Gäste die besondere Bedeutung des Mittelbergs als "landschaftlich sehr reizvollen Ort" und zeigte sich erfreut darüber, dass die geologische Besonderheit eine Auszeichung erhielte. Dabei sei es für ihn wichtig, dass diese Auszeichnung an zwei benachbarte Gemeinden vergeben würde, die auf vielerlei Gebieten in bester Kooperation stünden. Nach einem Exkurs in die vielfältige Kulturgeschichte des Neckartals mit seinen Burgen und Schlössern rundete er seine Betrachtungen ab, indem er den Blick des Publikums auf "die herrliche Landschaft mit offenen Bach-und Flusstälern, weiten, artenreichen Wiesen und ertragreichen Äckern, welche die Eigenart der Landschaft prägen", lenkte. Auch der Neckargeracher Bürgermeister Norman Link hob die Vorzüge der Odenwälder Landschaft hervor und bedankte sich bei den Verantwortlichen des Geo-Naturparks für die Auszeichnung, welche nicht nur zeige, dass hier eine Besonderheit vorhanden sei, sondern auch der heimischen Bevölkerung dazu verhelfe, den Blick für die Schönheiten in der eigenen Heimat zu öffnen. Die Auszeichnung sei darüber hinaus ein weiterer Impuls für die Region und unterstütze sowohl die Zusammenarbeit innerhalb der Gemeinden, als auch mit dem Kreis und deren Verantwortlichen. Einen Beitrag der besonderen Art lieferte Dr. Jutta Weber, welche die doch recht komplexe Materie der Erdgeschichte in einen interessanten, abwechslungsreichen Vortrag verpackt hatte, dem die Zuhörer mit Spannung und Interesse folgten. So stellte sie die Zusammenhänge der Menschheitsgeschichte mit den Böden dar, flocht geologische Grundlagen ein und begab sich auf einen Exkurs in die Entstehungsgeschichte verschiedener Steinarten, wie dem Buntsandstein und dem Muschelkalk, welche die Charakteristik unserer Gegend bestimmen. Von der weit zurückliegenden Zeit des Kollissionskurses zweier Kontinente führte sie die Besucher über Zeiten des Vulkanismus mit der Porphyrentstehung bis ins Erdmittelalter, als Halbwüsten den Buntsandstein entstehen ließen. Weiter ging die Betrachtung in Perioden, als Meere unsere Landschaft überfluteten und den Muschelkalk zurückließen und später weiterer Vulkanismus den Katzenbuckel schuf, bis zu der Binnendüne der Eiszeiten, der wir den fruchtbaren Lössboden verdanken. Mit der Feststellung, dass der Umlaufberg fast schon als "erdgeschichtliche Neuzeit"  In diesen Zeiträumen zu  bewerten sei, öffnete sie nochmals den Blick für unvorstellbar lange Zeiträume, ehe das Publikum zu einem Imbiss mit "Mittelburger", Wildbratwurst und regionalen Getränken geladen wurde. Abschließend wurde den Besuchern noch die Gelegenheit geboten, sich an einer kleinen Exkursion zu beteiligen, bei der die vorherigen Eindrücke vertieft wurden.



Von links nach rechts: Frau Dr. Jutta Weber (Stellvertretende Geschäftsführerin, Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald), Herr Christian Engelhardt (Landrat Kreis Bergstraße), Herr Bernhard Knörzer (Bürgermeister Neunkirchen), Herr Norman Link (Bürgermeister Neckargerach), Herr Dr. Achim Brötel (Landrat Neckar-Odenwald-Kreis), Frau Dr. Stefanie Fey (Geschäftsführerin Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald), Frau Cordula Samuleit (Geschäftsführerin Naturpark Neckartal-Odenwald)
 
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