Die Nahwärme kommt - Informationsveranstaltung zur Baustellenorganisation im Innerortsbereich

29.01.2025

Beeinträchtigungen wegen Bauarbeiten in Neunkirchen

Ein voll besetzter Bürgersaal zeigte das Interesse der Neunkirchener Bewohnerinnen und Bewohner: Die Bauarbeiten für die Nahwärme gehen demnächst in die heiße Phase. Zug um Zug werden die Straßen aufgerissen und die Nahwärmerohre verlegt. Dies bringt Einschränkungen für den öffentlichen und privaten Verkehr, für den Schwerlast- und Baustellenverkehr, aber auch für die Fußgänger mit sich. „Zeitweise wird der Ortskern massiv betroffen sein, wobei durch die engen Dorfstraßen auch keine adäquaten Ausweichstrecken vorhanden sind“, erklärte Bürgermeister Bernhard Knörzer. „Wir terminieren aber aufeinander folgende Bauabschnitte, sodass die Behinderungen zeitlich begrenzt sein werden.“ Derzeit arbeiten die Baufirmen am Bauabschnitt 2 im Norden der Gemeinde (Eichwald bis Waldstraße). Im März und April folgt der Abschnitt Breitenbronner Straße / Hauptstraße bis zum Rathaus, sodass der Verkehr von und nach Breitenbronn und Neckarkatzenbach umgeleitet werden muss. Ganz heiß wird es in der Zeit vom 14. bis 25. April, denn dann wird die Hauptstraßenkurve („Kroneneck“) und damit der Abzweig nach Schwarzach mit Nahwärmeleitungen und Lichtwellenleiterkabeln für schnelles Internet ausgerüstet. Die Verwaltung hat diesen Bauabschnitt mit Bedacht in die Osterferien gelegt, denn auch der Schulbus kann dann nicht mehr fahren. Der Individualverkehr muss sich parallel zur Hauptstraße durch den Ort bewegen. Wenn dieses „Nadelöhr“ fertiggestellt ist, folgen von Ostern bis Pfingsten die Hauptstraße Richtung Schwarzach und die Ludwigstraße. Die Bushaltestelle wird in dieser Zeit verlegt. Von September bis November sind die Bauabschnitte Kronen- und Luisenstraße an der Reihe. Die dunkelblau eingefärbten Straßenzüge werden immer dann bestückt, wenn es zeitlich in den Plan passt. Der Sonderbereich Kleine Straße muss im 2. Halbjahr 2025 umfangreich saniert werden. Die Umsetzung der Baumaßnahme erfolgt durch vier bis fünf Arbeitskolonnen, die Baufirma übernimmt auch die Verkehrsregelung inklusive der Parkverbote sowie die Koordination der Abfallbeseitigung. Je nach Bauabschnitt können Grundstücke nicht mehr angefahren werden. Der Weg zur Schule und den Kindergärten wird abschnittsweise nur zu Fuß möglich sein, und auch vor dem Bürgermarkt kann in der Zeit der Bauarbeiten nicht geparkt werden. Die Luisenstraße wird als Umleitungsstrecke auch für den Busverkehr benötigt, sodass hier niemand mehr halten und parken darf. „Wir legen ein Konzept für die Rettungswege fest, die unbedingt freigehalten werden müssen“, sagte der Bürgermeister. „Das Projekt wird erhebliche Einschränkungen für den Verkehr bringen, zumal auch Kirschenfest und Kerwe in dieser Zeit liegen. Wir sind aber zeitlich gebunden und müssen – gerade wegen der Förderungen – Ende des Jahres fertig sein. Von daher gibt es keine Alternative.“ Wenn die Nahwärmerohre liegen, werden auch die Wärmeübergabestationen in den Häusern nach und nach eingebaut und abgenommen. Ab diesem Zeitpunkt können die Häuser mit Wärme aus dem Heizwerk beliefert werden, die ersten Häuser schon ab Mai 2025. Nach dem Vortrag des Bürgermeisters gab es noch viele Fragen der Besucher. „Wie kann ich mein E-Auto laden, wenn ich nicht an mein Haus heranfahren kann?“, „Muss ich nochmal Heizöl tanken, um bis zur Wärmelieferung heizen zu können?“ „Bekomme ich sicher meine Förderung oder wird das zeitlich zu eng?“, diese Fragen beschäftigten die von den Baumaßnahmen betroffenen Anwohner. Für alle Fragen rund um den Nahwärmeanschluss und die Baumaßnahme stehen Bürgermeister Bernhard Knörzer, Hauptamtsleiter Ralf Lenz und Techniker Fabian Dinkeldein zur Verfügung.