Ende der Keltersaison in Neunkirchen

22.10.2026

Streuobst wird zu regionalem Saft

Die Keltersaison in der Gemeinde Neunkirchen ist zu Ende. Auch in diesem Jahr bot die mobile Kelter wieder die Möglichkeit, selbst geerntetes Obst direkt vor Ort zu regionalem Saft verarbeiten zu lassen. Die Nachfrage fiel in dieser Saison allerdings geringer aus als in den Vorjahren. Die Gemeinde Neunkirchen betreibt die der Johannes-Diakonie gehörende mobile Kelter selbst und setzt sich damit aktiv für den Erhalt der heimischen Streuobstbestände ein.

Direkt vor Ort wird aus dem angelieferten Obst naturreiner Saft gewonnen, der auf Wunsch pasteurisiert und dadurch haltbar gemacht werden kann. Diese Möglichkeit zur Verwertung des eigenen Obstes trägt dazu bei, die wertvollen Streuobstwiesen zu erhalten und gleichzeitig ein gesundes, regionales Lebensmittel herzustellen. Ein besonderes Erlebnis war der Besuch des katholischen Kindergartens. Die Kinder durften den ehrenamtlichen Helfern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen und hautnah miterleben, wie aus frisch geernteten Äpfeln leckerer Saft entsteht. Dabei konnten sie spannende Einblicke in die traditionelle Saftherstellung gewinnen und erfahren, wie wertvoll heimisches Obst ist und wie es nachhaltig verwertet werden kann. 

Federführend für die Gemeinde im Einsatz waren die beiden „Keltermeister“ Winfried Braun und Wolfgang Aha. Mit ihrem Engagement tragen sie dazu bei, dass die traditionelle Kelterei weiterhin Bestand hat. Unterstützt wird das inklusive Projekt durch Mitarbeitende der Johannes-Diakonie. 

Von den insgesamt acht geplanten Keltertagen konnten in dieser Saison drei stattfinden. Dabei nutzten 13 Kunden die Gelegenheit, ihr selbst geerntetes Obst direkt vor Ort verarbeiten zu lassen. Insgesamt wurden 4.500 kg Obst angeliefert und zu rund 3.000 Litern frischem, naturreinem Saft gepresst – ein gesunder Genuss aus der Region. Die Gemeinde Neunkirchen bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten, insbesondere bei den beiden Keltermeistern, den ehrenamtlichen Helfern und den unterstützenden Mitarbeitenden der Johannes-Diakonie. 

Ihr Engagement trägt dazu bei, die Tradition der mobilen Kelterei fortzuführen, die regionale Verwertung heimischen Streuobstes zu fördern und bereits den Jüngsten die Bedeutung dieses wertvollen Natur- und Kulturgutes näherzubringen.

Das Foto zeigt Winfried Braun (rechts) und Wolfgang Aha (2. von links) mit weiteren Helfern der Saison 2025.
Das Foto zeigt Winfried Braun (rechts) und Wolfgang Aha (2. von links) mit weiteren Helfern der Saison 2025.