Deutschland singt und klingt in Neunkirchen

07.10.2026

Sängerbund lädt bereits zum sechsten Mal zum gemeinsamen Singen am Tag der Deutschen Einheit ein

Bereits zum sechsten Mal hatte der Sängerbund Neunkirchen am 3. Oktober 2026 zum gemeinsamen Singen anlässlich des Tages der Deutschen Einheit eingeladen. Die festlich zum Erntedank geschmückte evangelische Kirche in Neunkirchen bot dafür einen stimmungsvollen und würdevollen Rahmen. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit der Europahymne. Die 1. Vorsitzende des Sängerbundes, Ruth Schäfer, begrüßte anschließend die zahlreichen Besucherinnen und Besucher herzlich. Dabei lud sie ausdrücklich zum Mitmachen ein: Mitsingen und Mitsummen waren nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. Denn im Mittelpunkt des Abends sollte das gemeinsame Erleben von Musik und Gemeinschaft stehen. 

Die musikalische Leitung und Moderation des Abends lag in den Händen der Dirigentin des Sängerbundes, Bernadette Karl. Mit Liedern wie „Tebje pojem“, „We shall overcome“, „Für Alle“ und „Die Rose“ setzte der Chor musikalische Akzente rund um die Themen Einheit, Freiheit, Hoffnung und Zusammenhalt. Neben weiteren vom Sängerbund gesungenen Liedern wie „Weit, weit weg und „Neigen sich die Stunden“ prägte auch das gemeinsam gesungene Kirchenlied „Lobe den Herren“ den musikalischen Abend. 

Deutschland singt und klingt Sängerbund
Deutschland singt und klingt Sängerbund

 Erinnern und nicht vergessen

Ein besonders bewegender Moment war das Totengedenken. In diesem Jahr wurde an drei passive Mitglieder und zwei Ehrenmitglieder des Sängerbundes erinnert. Marianne Sommer und Ruth Schäfer verlasen die Namen der Verstorbenen und entzündeten Kerzen. Diese wurden im Anschluss zu den Gräbern gebracht – ein stilles Zeichen der Verbundenheit und des Erinnerns.


„Früher – heute – morgen“ – drei Generationen im Gespräch 

Im weiteren Verlauf richtete Bürgermeister Bernhard Knörzer das Wort an die Anwesenden und griff den Gedanken des Tages auf: Was bedeutet die Deutsche Einheit für uns heute – und was bedeutet sie für die Generation, die mit einem geeinten Deutschland aufgewachsen ist? Unter dem Titel „Früher – heute – morgen“ entstand ein generationenübergreifender Dialog. Menschen, die die Zeit der deutschen Teilung und die Wiedervereinigung selbst erlebt hatten, trafen auf Jugendliche, für die ein geteiltes Deutschland nur noch Geschichte ist. Anhand verschiedener Themen wurde deutlich, wie sehr sich das Leben in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat: Deutschland als gemeinsames Land, offene Grenzen, Reisefreiheit, Zugang zu Informationen, freie Meinungsäußerung, Mitbestimmung und Demokratie sind für die jüngere Generation heute selbstverständlich. Gerade darin lag die besondere Botschaft des Beitrags: Was für junge Menschen heute zum Alltag gehört, war für frühere Generationen keineswegs selbstverständlich. Freiheit und Demokratie wurden von Menschen eingefordert und erkämpft und müssen auch von den nachfolgenden Generationen bewahrt und mit Leben gefüllt werden. 

Zum Abschluss des Beitrags stimmte Bürgermeister Knörzer gemeinsam mit den Anwesenden die deutsche Nationalhymne an. Pfarrer Samuel Goerke schloss die Veranstaltung mit einem Gebet und dem Segen. 

Im Anschluss lud der Sängerbund alle Gäste zu einem gemütlichen Beisammensein ein. Bei Kürbissuppe und einem Getränk bot sich noch Gelegenheit zu vielen persönlichen Gesprächen und Begegnungen. Der Abend zeigte einmal mehr, dass der Tag der Deutschen Einheit weit mehr ist als ein historisches Datum. Er erinnert an das, was erreicht wurde, macht bewusst, was nicht selbstverständlich ist, und verbindet Menschen über Generationen hinweg. Mit Musik, persönlichen Erinnerungen und dem gemeinsamen Austausch wurde in Neunkirchen ein Zeichen für Gemeinschaft, Freiheit, Demokratie und Zusammenhalt gesetzt.