Aus dem Gemeinderat, 21.05.2026
28.05.2026
Gemeinderat Neunkirchen stimmte über Bebauungsplan und Straßensanierungen ab - Neue Impulse für den Volkstrauertag
Bauen, sanieren und gedenken
Eine eher kurze Sitzung mit viel Inhalt absolvierte der Gemeinderat Neunkirchen am 21. Mai 2026. Zunächst ging es um die Planänderung des Bebauungsplans Worzenwiesen. Der Bebauungsplan soll durch einen weiteren Bauplatz abgerundet werden. Doch was für den ganzen Plan gilt, muss auch für einen einzelnen Platz aufgewendet werden: Im Oktober 2025 beschloss der Gemeinderat die Aufstellung der 2. Planänderung und die Offenlegung des Plans im November und Dezember 2025. Im Februar 2026 wurden die Stellungnahmen aus der Offenlegung behandelt und der neue Planentwurf erneut offengelegt. Noch einmal kamen Stellungnahmen zusammen, die nun wiederum in den neuen umfangreichen Plan mit Umweltbericht, Fachbeitrag Artenschutz und Eingriffs-Ausgleich-Untersuchung eingeflossen sind. Jetzt, im Mai 2026, konnte der Bebauungsplan endlich beschlossen werden, was auch einstimmig geschah.
Sanierung der Straßendecken
Nach den Nahwärme-Bauarbeiten wurden die Fahrbahndecken im Bereich der Leitungsgräben wiederhergestellt. Der Technische Ausschuss prüfte außerdem, ob zusätzliche Straßensanierungen nötig sind. Voraussetzung dafür ist, dass die Kanäle und Wasserleitungen in den Straßen in Ordnung sind, die Strom-Erdkabel und Glasfaser-Leerrohre in der Straße liegen und die Straßenbeleuchtung auf neuem Stand ist.
Das Ergebnis der Prüfung: Für die Talstraße ist eine Komplett-Erneuerung der Fahrbahndecke vorgesehen, wobei die Kosten zum großen Teil über die Nahwärmeförderung gedeckt werden können. Es bleibt ein Rest von etwa 15.000 Euro. Auch in der Luisenstraße gibt es einen dringenden Handlungsbedarf. Die Kosten werden auf 40.000 Euro geschätzt; der Rest kann über die Nahwärmeförderung abgerechnet werden.
Vier weitere Straßen, nämlich die Bergstraße, der Schönblick, die Siedlerstraße und der Gartenweg sollen im Bereich der Leitungsgräben saniert werden. Eine neue Fahrbahndecke wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben und soll nach Beantragung und Förderzusage mit Geldern aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) finanziert werden. Für die Straße am Hessenberg kann aufgrund des Straßenalters kein ELR-Antrag gestellt werden, daher wird sie nur im Bereich der Leitungsgräben wiederhergestellt. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, diese Empfehlungen des Technischen Ausschusses umzusetzen.
Lebendiger Volkstrauertag
Der Volksbund Kriegsgräberfürsorge Nordbaden/Nordwürttemberg ist an die Gemeinden herangetreten und fordert zu einer Diskussion über den Sinn des Volkstrauertages auf. Ziel ist eine zeitgemäße Erinnerungs-, Bildungs- und Friedensarbeit. Dazu gibt einerseits die lange Phase seit den Weltkriegen Anlass, andererseits auch die aktuelle Situation mit internationalen Krisen, bewaffneten Konflikten und gesellschaftlicher Polarisierung. Das Anliegen des Volksbundes ist eine Weiterentwicklung des Gedenktages im Hinblick auf Frieden, Menschenwürde und demokratisches Zusammenleben. Ansonsten, so Bürgermeister Bernhard Knörzer, werde bald fast niemand mehr am Volkstrauertag teilnehmen. Als einziger Gedenktag für die Folgen der Kriege, als Zeichen für Versöhnung und Völkerverständigung und im Bewusstsein, dass Friede aktiv gestaltet werden muss, halte er den Volkstrauertag für äußerst sinnvoll. Bernhard Knörzer forderte das Gremium zur Diskussion über den Tag und seine Gestaltung auf.
Die Gemeinderätin Lara Schwindt sprach sich für die Erhaltung des Volkstrauertages aus. Sie plädierte für eine Gestaltung durch die politische Gemeinde, eventuell am Vorabend und als interkulturelles Projekt. Die Kranzniederlegung auf dem Friedhof solle dagegen beibehalten werden. Gemeinderätin Katharina Werner war ebenfalls der Meinung, dass der Volkstrauertag außerhalb eines Gottesdienstes stattfinden solle, beispielsweise als Diskussionsabend mit Menschen, die im Kriegsfall im Einsatz wären. Weitere Mitglieder des Gemeinderats gaben zu bedenken, dass die Gemeinde und der Gemeinderat mit einer weiteren vorbereitungsintensiven Veranstaltung überfordert sein könnten. Die Diskussion mündete in die Gründung einer Arbeitsgruppe, in der Lara Schwindt mit Katharina Werner, Andreas Groß und Matthias Knörzer einen Vorschlag für die Gestaltung des nächsten Volkstrauertags am 15. November 2026 erarbeiten.
Am Ende der Sitzung lenkte Gemeinderat Jan Kellner die Aufmerksamkeit auf Falschparker im Bereich der Kurve Zeilweg. Der Busverkehr werde dadurch erheblich beeinträchtigt. Bürgermeister Knörzer verwies auf die vielen Aufforderungen an die Anlieger, eben nicht im Kurvenbereich zu parken, sondern eigene Parkplätze auf den Grundstücken zu nutzen oder auch mal ein paar Schritte zu laufen. Man könne als Gemeindeverwaltung nicht ständig die Parksituation kontrollieren. Er hoffe, dass sich die Bürger demnächst durch die Informationen der Neunkirchen-App auf regelgerechtes Verhalten hinweisen ließen.
Aktuelle Informationen des Bürgermeisters
- Die Gemeinde Neunkirchen hat das Anwesen Neckarkatzenbach, Krebsbachweg 1, vom Land Baden-Württemberg gekauft. Ein Abbruch ist vorgesehen. Danach soll es als Bauplatz angeboten werden.
- Beim Mittagessen für Grundschüler und Kindergartenkinder wurde die Kostensituation neu bewertet. Beim Vergleich der Anbieter stellte sich das Mittagessen der Johannes-Diakonie als günstiger heraus, weil es fertig und damit weniger personalintensiv sei. Die Rückmeldungen von den Kindern sind positiv.
- Am Donnerstag, 18. Juni 2026, wird um 19 Uhr im Bürgersaal die neue Neunkirchen-App vorgestellt. Herzliche Einladung an alle!
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Das Programm für das Dorffest zum Abschluss der
Nahwärmearbeiten am 11./12. Juli 2026 steht fest: Samstag 16-18 Uhr Festakt; 20
Uhr Konzert vor der Energiezentrale. Sonntag 10:30 Uhr Gottesdienst, danach
Familientag mit vielen Aktivitäten.
Am Mittwoch, 29. Juli 2026, findet die Waldbegehung des Gemeinderats statt.
Treffpunkt: 18 Uhr am Sängerheim.
- Nach Abschluss der Nahwärmearbeiten wird jetzt noch die Glasfaserversorgung verlegt. Die Baustelle Schwanheimer Straße ist mittlerweile abgeräumt und die Straße wieder geöffnet. Nun folgt die Verlegung der Glasfaserkabel in den Straßen ohne Nahwärme.
- Ab 8. Juni 2026 wird die Baustelle L633 von Neckarkatzenbach nach Guttenbach eingerichtet. Damit gilt für 6 bis 8 Wochen eine Vollsperrung der Straße. Es gibt keine Möglichkeit, die Baustelle in Richtung Osten/ B37 zu umfahren!
- Leider haben sich die Bauarbeiten Breitenbronn / B292 verzögert, sodass beide Baumaßnahmen parallel laufen. Daher müssen die Bewohner von Neunkirchen und Neckarkatzenbach in dieser begrenzten Zeit über Aglasterhausen nach Mosbach fahren.
