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    Aktuelles aus Neunkirchen und Neckarkatzenbach

30.08.2010: Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 2008 – 2010 Besuch der Bewertungskommission des Bundes

 

Programmablauf:
  1. Begrüßung der Bewertungskommission und Präsentation der Gemeinde in Wort und Bild im Bürgersaal des Bürgerhauses Neunkirchen

  2. Ortsrundgang unter Beteiligung der Bevölkerung mit Darstellung der wichtigsten Dorfentwicklungsmaßnahmen
    Vorgesehener Weg:
    Dorfplatz – Hauptstraße – Rathausplatz – Schwanheimer Straße – Badpfad – Ludwigstraße – Kreuzung Karlstraße/Sofienstraße/Kleine Straße – (Einstieg der Kommission in den Bus zur Rundfahrt)
Wir bitten entlang der Wegstrecke die Gehwege in der Zeit von 14.30 Uhr bis 16.00 Uhr von parkenden Fahrzeugen freizuhalten.
  1. Ortsrundfahrt mit der Kommission (Karlstraße – Sportgelände – Energieholzfläche – Hotel Stumpf –  Zeilweg – Pattbergstraße – Langer Waldweg – Kegelweg – Festplatz – Zwingenberger Straße – Bürgerhaus)

  2. Abschlussbesprechung und Verabschiedung der Kommission im Bürgerhaus
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind am Freitag, dem 3. September 2010 ab 13.30 Uhr sehr herzlich in den Bürgersaal des Bürgerhauses Neunkirchen eingeladen.

Alle Eltern, Kinder der Grundschule und der Kindergärten sowie die Vertreter der Vereine, Kirchen und Organisationen treffen sich für die Aktion „Soziales Netz“ um 15.00 Uhr am Ev. Kindergarten im Badpfad.

Danach bitten wir alle um ca. 16.00 Uhr zum Dorfplatz am Bürgerhaus zur Abschlussveranstaltung bzw. zur Verabschiedung der Kommission zu kommen.

Über eine rege Beteiligung würden wir uns freuen. Nehmen Sie die Chance wahr und repräsentieren Sie mit uns gemeinsam unsere liebenswerte Gemeinde!

Bitte tragen Sie auch dieses Mal mit dazu bei, dass sich unser Dorf am Freitag, dem 3. September 2010 von seiner „besten Seite“ zeigt!


 
 



2.Juli 2010: „Die grünen Seiten“ – Informationsbroschüre der Gemeinde Neunkirchen neu aufgelegt!

Die Gemeindeverwaltung hat in Zusammenarbeit mit der Werbeagentur COP-Media, Inhaber Matthias Drobinoha, Neckarkatzenbach, die Informationsbroschüre „Die grünen Seiten“ neu aufgelegt.
Die attraktiv gestalteten Seiten beinhalten neben allem Wissenswerten über die Gemeinde mit ihren Einrichtungen auch Informationen über Kirchen, Vereine, Institutionen, Ärzte, soziale und kirchliche Organisationen, Adressen des regionalen Handels und Gewerbes sowie eine Info-Seite mit den wichtigsten Notrufnummern. Ergänzend zeigen gelungene Farbaufnahmen und Impressionen die Gemeinde mit ihrem Ortsteil Neckarkatzenbach von der schönsten Seite.

Die neu aufgelegte Broschüre soll vor allem für unsere Neubürger/innen eine wichtige Orientierungshilfe sein und ihnen die Gemeinde näher bringen.
Hierzu enthält das Heft auch einen auf den neuesten Stand gebrachten Ortsplan.

„Die grünen Seiten“ werden in den nächsten Tagen an alle örtlichen Haushalte und Gewerbebetriebe verteilt. Außerdem ist die Info-Broschüre im Bürgerbüro des Rathauses kostenlos erhältlich.

Die Neuauflage dieser kompakten und aufwendig gestalteten Bürgerinformation ist möglich geworden, durch die Firma COP-Media, insbesondere durch Herrn Matthias Drobinoha und seinem Team, sowie den gewerblichen Inserenten.

Die Gemeinde bedankt sich bei allen Mitwirkenden recht herzlich.

 
 

Kirschenversteigerung 2010 in Neunkirchen

Nachdem die Kirschblüte (siehe Bilder) und der weitere Witterungsverlauf bisher einen zufriedenstellenden Ertrag der gemeindeeigenen Kirschbäume erwarten
lässt, findet die diesjährige Kirschenversteigerung am Freitag, den 18.06.2010 statt. Die Interessenten treffen sich zum Gemarkungsrundgang um 16.00 Uhr am „Steinernen Kreuz“, an der Gabelung Zwingenberger Straße – Förstelweg.

Ob vollmundige Herzkirsche für die ganze Familie, ob die kleinen geschmacksintensiven Sorten zur Marmeladenherstellung oder den Kirschkuchen oder die speziellen Schnapskirschen für den Kenner – für jeden ist etwas dabei.
Deshalb: Merken Sie sich den Termin vor.
Das Mindestgebot für einen Baum beträgt 3,00 € (Mehrgebote jeweils 1,00 €).
Frische Luft und eine schöne Landschaft gibt es gratis dazu.




 
 

Die geehrten Kameraden erhielten neben Urkunden ein Präsent und die anwesenden Ehegatten einen Blumengruß.

In die Altersmannschaft wurden an diesem Abend verabschiedet, die langjährigen aktiven Kameraden Heinz Backfisch, Hans-Martin Rupp, Reinhard Streng und Manfred Trautmann (alle Abt. Neunkirchen). Auch sie erhielten als Dank ein kleines Präsent.
Nicht nur Abgänge waren zu verzeichnen sondern auch ein Neuzugang in der Wehr Neunkirchen. Mit Walter Steinmann wirkt künftig ein ehem. Feuerwehrmann aus Leimen in unserer Wehr mit.


(v.l.n.r.) Bgm. Wolfgang Schirk, Karl Bender, GKdt. Erich Bierweiler, Abt.Kdt. Ralf Lenz und KBM Rainer Dietz.


(v.l.n.r.) Bgm. Wolfgang Schirk, Gerd Werner, Ulrich Schmiemann jun., Gerd Wagner,
GKdt. Erich Bierweiler, Volker Ackermann, AbtKdt. Ulrich Schmiemann sen. und
Abt.Kdt. Ralf Lenz


(v.l.n.r.) GKdt. Erich Bierweiler, Reinhard Streng, Heinz Backfisch, Manfred Trautmann, Hans-Martin Rupp, Bgm. Wolfgang Schirk und Abt.Kdt. Ralf Lenz

 
 


Das SUN-AREA-Projekt - Analyse des Solarpotenzials auf Dachflächen

Erste Ergebnisse von SUN-AREA im LEADER-Aktionsgebiet Neckar-Odenwald-Tauber
SUN-AREA ist ein Projekt an dem sich auch die Gemeinde Neunkirchen beteiligt. Hier wird das solare Energiepotenzial einer jeden Dachfläche der teilnehmenden Gemeinden der drei Landkreise Main-Tauber-Kreis, Neckar-Odenwald-Kreis und Rhein-Neckar-Kreis ermittelt.
Gefördert von der EU-Gemeinschaftsinitiative „LEADER“, wurden mittels Laserscans aus einem Flugzeug die Dachneigung und -ausrichtung sowie der Schattenwurf berechnet. Auf Basis dieser Daten sind die optimalen Standorte für Photovoltaikanlagen in allen Städten und Gemeinden des Untersuchungsgebietes errechnet worden.
Für jede Teilfläche eines Daches wird die solare Eignung, der potenzielle Stromertrag, die CO2-Einsparung sowie das Investitionsvolumen berechnet und in einer interaktiven Karte im Internet für jeden einsehbar bereitgestellt.
Die Ergebnisse der Solarpotenzialanalyse demonstrieren, wie groß die Möglichkeiten für photovoltaische und solarthermische Nutzung in der Region sind.
SUN AREA hat zudem nachgewiesen, dass sich rund 20 % der deutschen Dachflächen für die Nutzung der Sonnenenergie eignen. Damit ließe sich deutschlandweit der komplette private Strombedarf decken.
Testen auch Sie, ob Ihr Haus zur Solar-Energiegewinnung geeignet ist.

Und so gehts:
Die Solarkarte finden Sie über einen Link auf unserer Internetseite www.neunkirchen-baden.de oder direkte über www.leader-neckar-odenwald-tauber.de. Hier klicken Sie am linken Rand beim Hauptmenü „Projekt SUN-AREA“ an. Dort ganz nach unten scrollen und die Solarkarte öffnen.
Gemeinde Neunkirchen, Straße und Hausnummer auswählen (linke Seite) und Ihr Gebäude wird angezeigt.
Nähere Informationen über Eignung, Modulgröße, Stromertrag und CO2-Einsparung des Gebäudes erhalten Sie durch anklicken des Informations-Button (blauer Kreis mit weißem „i“, in der oberen Menüleiste), danach das Gebäude anklicken.
Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

 
 

Neujahrsempfang in Neunkirchen - Verleihung der Ehrenmedaille des Gemeindetags Baden-Württemberg an verdiente Gemeinderatsmitglieder

Gutgelaunt eröffneten am Sonntagvormittag Gerhard Kopecek und die Musikkapelle Neunkirchen den Neujahrsempfang der Gemeinde. Frischen Wind brachte auch der Sängerbund in die mit gut 150 Gästen gefüllte Schulturnhalle. „Sailing“ von Rod Stewart hatte Alexander Rützel, der neue Dirigent des „Sängerbunds“, für seine beeindruckende Premiere ausgewählt.

In Form eines „Jahres-ABC“ ließ Bürgermeister Wolfgang Schirk nicht nur das vergangene Jahr Revue passieren. Über A wie „Amtsblatt“ bis Z wie „Zukunft“ sprach das Ortsoberhaupt. Die Erhöhung der Bezugsgebühr der Gemeindenachrichten mochte da zu den weniger prekären Themen gehören. Trotz grundsätzlichen Bedarfs und trotz einer „ganz hervorragenden staatlichen Förderung“ habe man den Bau einer Mehrzweckhalle einstimmig auf bessere Zeiten verschieben müssen. Vor dem Hintergrund der zu erwartenden finanziellen Entwicklung der Gemeinde, die rund 47 Prozent ihrer Einnahmen aus Zuweisungen der öffentlichen Hand rekrutiere, sei bereits das gesetzte Ziel, alles Begonnene termingerecht zum Abschluss zu bringen, äußerst anspruchsvoll. Auch wenn klar sei, dass schwierige Zeiten bevorstünden, und man vielleicht bis 2012 kürzer treten müsse, versprach der Rathauschef, dass Gemeinderat und Verwaltung die Aufgaben der Zukunft „gezielt, sachorientiert und gewissenhaft“ angehen werden.
Zu den Erfolgsmeldungen zählten der Ausbau der Verbindungsstraße zwischen Neunkirchen und Breitenbronn, die Neugestaltung des Dorfplatzes von Neckarkatzenbach oder das tolle Ergebnis beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Unabhängig davon, wie Neunkirchen im Sommer auf Bundesebene abschneide, sei mit dem vordersten Platz auf Landesebene der Wert aller bisherigen Aktivitäten der Bürgergemeinschaft bereits in Gold gefasst: „Sieger ist unser Dorf und Sieger sind die Menschen, die hier leben.“
Wesentlich weiter als bisher geplant seien die Bauarbeiten am Hochwasserrückhaltebecken Buchbrunnen, welches wohl bis Mitte des Jahres fertiggestellt sein werde. Trotz hohen Eigenkostenanteils von ca. 60 000 Euro halte man am Breitbandanschluss für Neckarkatzenbach fest – und hoffe, dass die Realisierung bis 2011gelinge. Schule machen sollen auch die Arbeitsfelder „Erneuerbare Energien“ und „Energetische Sanierung“. Eine auf dem Dach der Grundschule angebrachte Photovoltaikanlage mache dies deutlich.
All das Erreichte wäre nicht ohne engagierte Menschen zu bewerkstelligen. Deshalb dankte Wolfgang Schirk zahlreichen verdienten Mitbürgern namentlich.



„Kreativität, Geduld, Einsatz, Energie und bisweilen auch Hartnäckigkeit“, bescheinigte er den Gemeinderäten Adam Frey und Wolfgang Knörzer. Sie erhielten „für ihre 20-jährige aktive kommunalpolitische Tätigkeit“ die Ehrennadel des Gemeindetags Baden-Württemberg in Silber.
Adam Frey sei seit seiner Wahl am 22. Oktober 1989 ununterbrochen Gemeinderat in Neunkirchen. Darüber hinaus sei er Mitglied im Verwaltungsausschuss und vertrete die Gemeinde in der Verbandsversammlung des Gemeindeverwaltungsverbandes Kleiner Odenwald und im Patenschaftsrat . Auch als Vorsitzender des Gewerbevereins, als Mitorganisator des Kirschfestes und als Vorsitzender des Heimat- und Museumsvereins habe Frey Enormes geleistet.

Wolfgang Knörzer wurde ebenfalls im Jahre 1989 erstmals in den Gemeinderat gewählt und gehörte somit 20 Jahre ununterbrochen diesem Gremium an. Er war außerdem Mitglied des Technischen Ausschusses und vertrat die Gemeinde seit vielen Jahren beim Gemeindeverwaltungsverband „Kleiner Odenwald“ und im Patenschaftsrat. Außerdem begleite er seit langem die Funktion des Vorsitzenden des örtlichen Gutachterausschusses. Mit großer Hingabe engagierte sich Knörzer über 40 Jahre lang für das örtliche Feuerwehrwesen. Der langjährige Gesamtkommandant wurde 2005 zum Ehrenkommandanten der Gesamtfeuerwehr ernannt.

„Mit viel Fleiß und Engagement wurden wir als Goldkinder beim Landeswettbewerb ausgezeichnet“, betonte Bernhard Knörzer. Der stv. Bürgermeister mahnte, sich auf das Wichtigste zu besinnen, auf die Menschen, die in einer Gemeinde leben.







 
 


„Blutspender sind Lebensretter“ -Neunkirchen ehrte langjährige Blutspender

Dass Blutspender einem besonderen Menschenschlag angehören, stand am Sonntag für Neunkirchens Bürgermeister Wolfgang Schirk außer Frage. Sie zeichneten sich durch ein besonderes Verhältnis zum Nächsten aus und verdienten deshalb eine besondere Würdigung. „Blutspender sind Lebensretter“, unterstrich Schirk während des Neujahrsempfangs in der Schulturnhalle und verwies auf eine seltsame Diskrepanz. 66 Prozent aller Menschen bräuchten irgendwann in ihrem Leben Blut, Plasma oder aus Blutprodukten hergestellte Medikamente. Aber nur 2,5 Prozent der Bürger in Deutschland seien bereit, Blut zu spenden. „Anerkennung und unsere Achtung“ verdienten die langjährigen Blutspender, die Schirk im Namen des Deutschen Roten Kreuzes auszeichnete.

Eine Ehrennadel in Gold erhielt Sabine Linnebach für zehnmaliges Blutspenden. Bereits 25 Mal spendeten Martina Farkas, Johannes Kandora und Jutta Seifert, wofür sie mit der Ehrennadel in Gold mit goldenem Lorbeerkranz ausgezeichnet wurden. Unglaubliche 50 Mal hat Sabine Sigmund bereits Blut gespendet und erhielt ebenfalls eine Ehrennadel in Gold mit goldenem Lorbeerkranz. Der DRK-Ortsgruppe dankte Schirk für ihre Aktivitäten.



 
 

Schlussveranstaltung zum Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ –
Minister Peter Hauk überreichte Goldmedaille in Karlsruhe

Neunkirchen hatte beim Landeswettbewerb 2008/2009 von „Unser Dorf hat Zukunft“ des baden-württembergischen Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum sowohl auf Kreisebene als auch auf Bezirks- und Landesebene stets die Nase vorn. Das Kirschendorf im Kleinen Odenwald mit seinen 1645 Einwohnern schickt sich nun an, auch beim Bundeswettbewerb 2010 zu punkten.
Doch zuvor wurden am Samstag bei der Schlussveranstaltung im Kongreßzentrum Karlsruhe, an der auch MdL Georg Nelius und Landrat Dr. Achim Brötel teilnahmen, die Meriten in Form einer Goldmedaille, einer Goldurkunde und einem Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro abgeholt. Im „Tross“ von Bürgermeister Wolfgang Schirk befanden sich 130 Bürger – allesamt zurecht stolz auf die gemeinschaftlich erbrachte Leistung, denn es war „ein besonderer Tag und ein tolles Erlebnis“ für die mitgereisten Neunkirchener.
Bei der feierlichen Veranstaltung, deren musikalischer Auftakt mit „imposanten Naturklängen“ von den Jagdhornbläsern Kleiner Odenwald unter Leitung von Dietmar Hellmann gestaltet wurde, hielt der Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk, die Festansprache. Die Mitglieder der Bewertungskommissionen hätten sich im Rahmen des Wettbewerbes überzeugen können, dass die preisgekrönten Dörfer bei 137 Teilnehmern (vergeben wurden zehn Sonderpreise, elf Bronze-, sechs Silber- und fünf Goldmedaillen) Zukunft haben: Dörfer, in denen sich die Bürgerinnen und Bürger einbringen, d. h. mit anpacken, mitplanen und mitentscheiden, seien, so Hauk, auf dem richtigen Weg in eine Zukunft mit hoher Lebensqualität.
Es sei bewundernswert, wie dort Probleme gemeinsam angegangen werden. Der Wettbewerb habe wiederum eindrucksvoll bewiesen, dass zahlreiche Maßnahmen, wie etwa die Schaffung von Gemeinschaftseinrichtungen oder von attraktiv gestalteten Grünflächen, nur durch die Mitwirkung der Bevölkerung in Form von Eigenleistungen und Spenden realisiert werden konnten.
Gerade der ländliche Raum habe noch ein stabiles, tragfähiges Sozialgefüge – Nachbarschaftshilfe und ein enger Verbund der Generationen prägen die zwischenmenschlichen Beziehungen und sorgen für „emotionale Geborgenheit“.
Doch auch der ländliche Raum bleibe von gesellschaftlichen Entwicklungen nicht ganz verschont: Die Globalisierung etwa erfordere zunehmende Mobilität. Familienstrukturen variieren mehr und mehr (Stichwort: „Patch-Work-Familie“) und Altenpflegeeinrichtungen haben in den Dörfern längst Einzug gehalten.
Bemerkenswert sei, wie in den Dörfern auf solche Trends reagiert werde. Zum Teil wurden in Wettbewerbs-Dörfern Netzwerke gebildet, die mit Aktivitäten im sozialen, aber auch im Bildungsbereich die Gemeinschaft stärken und verschiedene Institutionen vernetzen sollen.
In aller Regel stünden Wettbewerbs-Dörfer auch als Synonym für familienfreundliche Dörfer. Sie bieten Raum für junge Leute, die „Ja“ sagen zu Kindern. Ein bedarfsgerechtes Angebot an Kinderbetreuung sichert zusammen mit der verlässlichen Grundschule die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Darüber hinaus signalisieren zahlreiche Aktivitäten außerhalb von Betreuungseinrichtungen, dass Familien willkommen sind. Der Minister ermunterte die Preisträger, das „Markenzeichen“ des Wettbewerbs zu nutzen, wenn sie der demographischen Herausforderung, vor der wir bereits heute stehen, Paroli bieten wollen.
Politische Ansätze zum Erhalt und Ausbau des ländlichen Raums könnten nur dort erfolgreich sein, wo Menschen mit hohem persönlichen Einsatz und Begeisterung für ihr Dorf leben. Durch unterschiedliche Förderprogramme schaffe das Land die Rahmenbedingungen für ein attraktives Leben im ländlichen Raum und sorge für die notwendige Infrastruktur. Die Menschen, die da wohnen, „machen aber durch ihre Lebensweise und ihren Umgang miteinander ein einfaches Dorf zur Heimat“ betonte Peter Hauk.
In einem kurzen Podiumsgespräch sagte Wolfgang Schirk, dass der Goldmedaillengewinn des Ortsteils Neckarkatzenbach im Jahre 2003 Motivation war, sich mit neuen Ideen in der Gemeinde „frisch zu machen“. Bestimmte Projekte ließen sich nunmehr in den Ortteilen einfacher realisieren.
In einem mit viel Beifall bedachten virtuellen Spaziergang durch das „einfach l(i)ebenswerte Neunkirchen“ stellte Bürgermeister Schirk seine Gemeinde vor. Er fasste zusammen: „Neunkirchen steht für nachhaltige Dorfentwicklung“.
Aus dem Neckar-Odenwald-Kreis wurde Buchen-Hettingenbeuern mit einer Bronzemedaille augezeichnet. Neben Neunkirchen erhielten Bad Dietzenbach-Gosbach, Mehrstetten, Sasbachwalden und Owingen-Billafingen die Goldmedaille verliehen. Letzteres Dorf aus dem Bodenseekreis vertritt zusammen mit Neunkirchen das Land Baden-Württemberg beim Bundesentscheid.



Bei der Abschlussveranstaltung der 23. Landeswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ in Karlsruhe stand Neunkirchen ganz oben auf der Siegertreppe und wird Baden-Württemberg auch beim Bundeswettbewerb vertreten.

 
 

Seniorennachmittag der Gemeinde

Zahlreiche Seniorinnen und Senioren nahmen an der Feier, zu der die Gemeinde Neunkirchen alle Mitbürgerinnen und Mitbürger ab dem 65. Lebensjahr eingeladen hatte, teil. Bürgermeister Schirk konnte neben den Besuchern auch die Pfarrer beider Konfessionen in der herbstlich dekorierten Turnhalle der Grundschule Neunkirchen begrüßen.

Zusammen mit dem Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Neunkirchen hatten sich die Verantwortlichen wieder einiges einfallen lassen, um den Gästen einen bunten und unterhaltsamen Nachmittag zu bieten.

Bürgermeister Wolfgang Schirk präsentierte dem Publikum eine verkürzte Form des Vortrags „Unser Dorf hat Zukunft“, welcher auch die Bewertungskommission des Landes von unserem Dorf überzeugt hat. Sein Vortrag wurde durch Bildmaterial anschaulich unterstützt.

Herr Pfarrer Samuel Goerke und Herr Pfarrer Helmut Löffler konnten mit ihren Vorträgen die Seniorinnen und Senioren ebenfalls begeistern.

Zu Beginn unterhielten Frau Kühnle und ihre Musikschülerinnen Mona Kellner, Franziska Steck und Amelie Rupp die Anwesenden mit wunderschönen Klängen auf Klavier und Querflöte. Weiterhin musizierten in diesem Jahr der Sängerbund Neunkirchen sowie Herr Rüdiger Heiß aus Reichertshausen, der die Gäste mit Schlagern und Volksliedern zum Mitsingen und Mitschunkeln animierte.

Zum Abschluss des offiziellen Teils der Veranstaltung bedankte sich Bürgermeister Schirk bei allen Mitwirkenden. Sein besonderer Dank galt den Helferinnen und Helfern des DRK sowie des Jugendrotkreuzes, welche sich bei der Vorbereitung und bei der Bewirtung der Gäste wieder sehr viel Mühe gegeben haben.

Im Anschluss an den Bericht drucken wir einige Bilder der Veranstaltung ab.

(Sängerbund Neunkirchen)


(Herr Rüdiger Heiß)

(Pf. Helmut Löffler und Pf. Samuel Goerke)


(Frau Kühnle mit Musikschülerin)


(Senioren beim Singen)
 
 

Konstituierenden Gemeinderatssitzung am 24.07.2009
Zu der feierlichen konstituierenden Gemeinderatssitzung am 24.07.2009 konnte Bürgermeister Wolfgang Schirk im Bürgersaal des Bürgerhauses Neunkirchen zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger begrüßen.

In seiner Rede zu Beginn der Gemeinderatssitzung bezeichnete Bürgermeister Schirk die Verabschiedung der ausscheidenden und die Einführung und Verpflichtung der neuen Gemeinderäte als wichtigen Meilenstein in der Geschichte der Gemeinde. Sie alle hätten sich bisher oder würden sich künftig den Herausforderungen des wichtigsten Ehrenamtes innerhalb der Gemeinde stellen und sich an verantwortlicher Position für die Allgemeinheit einsetzen.

Das Gemeinwesen sei nicht überlebensfähig ohne die Bereitschaft vieler Bürgerinnen und Bürger, sich im kommunalen Umfeld, in Vereinen, Gruppierungen oder Organisationen zu engagieren. Von der Vielzahl und Vielfalt dieser freiwilligen Tätigkeiten hänge die Qualität des Lebens ganz besonders in einer kleinen Gemeinde wie Neunkirchen ab.

Freiwilliges und ehrenamtliches Engagement sei nicht nur der Ausdruck gelebter Solidarität sondern auch ein Stück Freiheitlichkeit des Gemeinwesens. Die Verantwortungs- und Leistungsbereitschaft, die eben in dieser freiwilligen Arbeit zum Ausdruck komme, hebe die ehrenamtlich Tätigen in ihrer Bedeutung für die Gesellschaft heraus und mache sie zu Vorbildern. Diese Arbeit bleibe allerdings häufig unbeachtet oder ohne direkte Kenntnisnahme durch die Öffentlichkeit. Es sei daher wichtig, den Mitbürgerinnen und Mitbürgern immer wieder in das Bewusstsein zu rufen, was durch ehrenamtliche Tätigkeit erreicht werden könne.

Als Beispiele dafür nannte der Bürgermeister einige herausragende Maßnahmen der Gemeinde in den letzten 5 Jahren, an deren Umsetzung der Gemeinderat maßgeblich beteiligt gewesen sei. Die ausscheidenden Gemeinderäte hätten im Rahmen des Gesamtgemeinderates viel bewegt und könnten stolz auf ihre guten Beiträge zum Wohle der Gemeinde sein.




(Verabschiedung der ausscheidenden Gemeinderäte, Gruppenbild mit Bürgermeister Wolfgang Schirk – Es fehlt Gemeinderat Matthias Drobinoha)


Insgesamt vier Gemeinderätinnen und Gemeinderäte verließen, nach zum Teil mehr als zwanzigjähriger Zugehörigkeit, das Gremium.

Frau Helga Spänig wurde 1999 erstmals in den Gemeinderat gewählt und führte dieses Ehrenamt über 10 Jahre aus. Während ihrer Amtszeit war sie viele Jahre Mitglied im Verwaltungsausschuss und des Patenschaftsrates.

Frau Anneliese Weitzel gehörte dem Gemeinderat seit dem Jahr 2004 an. Sie war außerdem im Verwaltungsausschuss und im Patenschaftsrat aktiv.

Fünfzehn Jahre war Mathias Drobinoha Gemeinderat. In dieser Zeit setzte er sich, als Vertreter des Ortsteils Neckarkatzenbach, insbesondere für die Belange des Teilortes ein. Herr Drobinoha vertrat die Gemeinde überdies im Verwaltungsausschuss, im Technischen Ausschuss, dem Kindergartenkuratorium und dem Patenschaftsrat.

Herr Wolfgang Knörzer wurde erstmals im Jahre 1989 in den Gemeinderat gewählt und gehörte somit seit 20 Jahren ununterbrochen diesem Gremium an. Er war außerdem Mitglied des Technischen Ausschusses und vertrat darüber hinaus die Gemeinde seit vielen Jahren beim Gemeindeverwaltungsverband „Kleiner Odenwald“ und im Patenschaftsrat.

Als nächsten Tagesordnungspunkt der Gemeinderatssitzung nahm der Bürgermeister die Verpflichtung des neugewählten Gemeinderates vor.

Neu in das Gremium aufgenommen wurden:
Walter Leibfried, Wolfgang Leßle und Frank Lutitzki




(Das neue Gemeinderatsgremium mit Bürgermeister Wolfgang Schirk)

Weitere Punkte der Tagesordnung waren die Wahl der Bürgermeister-Stellvertreter, die Besetzung der beratenden Ausschüsse und die Wahl der Gemeinderatsvertreter in den Zweckverbänden und sonstigen Einrichtungen.

Ergebnis der Wahl der Bürgermeisterstellvertreter
1. stellvertretender Bürgermeister ist Herr Bernhard Knörzer,
2. stellvertretender Bürgermeister ist Herr Peter Kellner.

Besetzung der beratenden Ausschüsse des Gemeinderates
Die Ausschüsse setzen sich künftig wie folgt zusammen:

Vertreter im Verwaltungsausschuss:
Peter Kellner
Karlheinz Emig
Wolfgang Leßle
Adam Frey
Renate Streng

Vertreter im Technischen Ausschuss:
Gerhard Fuchs
Frank Lutitzki
Walter Leibfried
Ralf Leibfried
Bernhard Knörzer

Wahl der Vertreter bei den Zweckverbänden und sonstigen Einrichtungen
Folgende Mitglieder des Gemeinderates werden die Gemeinde Neunkirchen in den Verbandsversammlungen der Zweckverbände und sonstigen Einrichtungen vertreten:

Gemeindeverwaltungsverband Kleiner Odenwald

Sitz: Aglasterhausen
Adam Frey
Walter Leibfried

Abwasserzweckverband Schwarzbachtal
Sitz Neckarbischofsheim
Ralf Leibfried

Zweckverband "Wasserversorgungsgruppe Mühlbach"
Sitz Bad Rappenau
Peter Kellner


Kindergartenkuratorium und Schulbeirat
Karlheinz Emig
Frank Lutitzki
Renate Streng

Patenschaftsrat
Adam Frey
Walter Leibfried
Peter Kellner
Wolfgang Leßle
Karlheinz Emig

Die Wahlen erfolgten jeweils einstimmig.

 
 

„Unser Dorf hat Zukunft“ – Neunkirchen qualifiziert sich für die Teilnahme am Landesentscheid



Viele Glückwünsche konnte die Gemeinde Neunkirchen dieser Tage entgegennehmen, als das Ergebnis der Bewertungskommission des Regierungspräsidiums Karlsruhe zum Bezirksentscheid „Unser Dorf hat Zukunft“ bekannt wurde. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die freudige Botschaft durch den Ort: „Neunkirchen hat es geschafft“.

Das Regierungspräsidium Karlsruhe teilte in einem Schreiben mit, dass sich die Gemeinde als Sieger des Bezirksentscheides für die Teilnahme am Landesentscheid qualifiziert habe. Neunkirchen konnte mit „herausragenden und außergewöhnlichen Leistungen in allen fünf Bewertungsfeldern“ punkten. Insbesondere mit dem Konzept einer Dorfentwicklung, die alle Lebensbereiche und alle Generationen erfasse, habe die Gemeinde die Bewertungskommission, welche im Rahmen einer Ortsbesichtigung am 1. Juli 2009 in Neunkirchen weilte, beeindruckt.

Auch die Gemeinde Loffenau aus dem Landkreis Rastatt hat sich weiterqualifiziert. Neunkirchen und Loffenau werden den Regierungsbezirk Karlsruhe bei der Entscheidung auf Landesebene vertreten, bei der im September insgesamt 10 Ortschaften aus ganz Baden-Württemberg antreten.

Für uns „Neunkirchner“ gilt: Erneut die Ärmel hochkrempeln und zeigen was unser Dorf zu bieten hat!

 
 

Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ – Besuch der Bewertungskommission



Die nicht gerade einfache Aufgabe, Neunkirchen in nur zwei Stunden umfassend darzustellen, hatte Bürgermeister Wolfgang Schirk am vergangenen Mittwochnachmittag. Nur 120 Minuten verweilte die siebenköpfige Bewertungskommission des Regierungspräsidiums Karlsruhe unter Leitung von Angelika Appel vor Ort, die einer kaum einfacheren Aufgabe gegenübersieht: Aus acht Kandidaten des Regierungsbezirkes Karlsruhe – im Neckar-Odenwald-Kreis bewirbt sich neben Neunkirchen auch Hettigenbeuern – zwei für das Finale des Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ zu bestimmen.

Unterstützt von Kirschenprinzessin Luise Weitzel und zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, stellte Bürgermeister Schirk unser Dorf und „das was Neunkirchen und seine Bewohner ausmacht“ in einer halbstündigen PowerPoint-Präsentation vor. Auch beim Rundgang durch den Ortskern, an den sich eine kleine Bustour bis zur Zwingenberger Chaussee anschloss, machte Neunkirchen eine gute Figur.

Bürgermeister Schirk hieß die Bewertungskommission im Bürgerhaus willkommen. Hierbei konnte er auch den Vertreter des Neckar-Odenwald-Kreises, den Ersten Landesbeamten Herrn Martin Wuttke, begrüßen. „Wir wollen alles von Ihnen erfahren“, unterstrich Angelika Appel und dankte für den „herzlichen und großartigen Empfang“.

Mit dem Motto „Neunkirchen, einfach liebenswert“ überschrieb Bürgermeister Schirk die „virtuelle Stippvisite“ in der Gemeinde. Seinen Vortrag zu den fünf vorgegebenen Themenfeldern ergänzte der Bürgermeister mit zahlreichen aussagekräftigen Fotos, übersichtlich gestalteten Plänen und humorvollen Randbemerkungen.

Dass die Dorfentwicklung einen jahrzehntelangen Prozess darstelle, betonte Schirk ebenso wie er das Bürgerengagement hervorhob. Zu den „Meilensteinen“ der Dorfentwicklung zählten der Ausbau der Ortsdurchfahrt oder die Einrichtung des Bürgerhauses. Auch ohne Discounter gebe es im Ort etwas „von allem, was man braucht“. Letzteres gelte auch für den Bereich „Soziale und kulturelle Aktivitäten“. Hier gebe es von der Kinderkrippe über zwei kirchliche Kindergärten, von der Grundschule mit 80 Kindern bis hin zur Seniorenwohnanlage zahlreiche Angebote. Neben dem von der Gemeinde ins Leben gerufenen „Familiennetzwerk“ verfüge der 1800-Einwohner-Ort über 40 Vereine und Gruppierungen, darunter allein vier Gesangsvereine und Ortsgruppen der großen Hilfsorganisationen THW, Freiwillige Feuerwehr und DRK. Auch das aktuell anstehenden Kirschenfest oder die jährlich stattfindende „Kerwe“ seien Glanzlichter der Dorftradition.

Mehr über die zukünftig geplante weitere Entwicklung des Dorfes, die Grüngestaltung und „Das Dorf in der Landschaft“ erfuhren die Kommissionsteilnehmer bei der einstündigen Besichtigung. Wie das „Nadelöhr Kroneneck“ entschärft wurde, fand genauso Beachtung wie die von zahlreichen Bürgern gepflegten Grünflächen. Dass die Neunkirchener voller Ideen anpacken können, zeigte sich auch bei der „Kirschenallee“. Hier gibt es neben dem Blütenmeer im Frühling, eine jährliche Baumversteigerung. Zudem pflanzen Brautleute jedes Jahr weitere Bäume. Dass sogar schon Gäste aus dem fernen China den Wohnmobilstandplatz mit Panoramablick weit in den Kraichgau hinein schätzten, konnte man gut nachvollziehen.

Die Bewertungskommission zeigte sich beeindruckt, als es zur Nachbesprechung bei Kaffee und Kuchen vor das Bürgerhaus ging. „Dass es hier schön ist, wissen Sie selber“, fasste Angelika Appel ihre Eindrücke zusammen. Weitergehende Aussagen könne sie aber noch keine machen. Mit Konfuzius empfahl der Erste Landesbeamte Martin Wuttke ganz unparteiisch beide Gemeinden des Neckar-Odenwald-Kreises. Nun heißt es Daumen drücken und sich in Geduld üben. Für Mitte Juli wird die Entscheidung der Kommission erwartet.

 
 
Spatenstich für das Hochwasserrückhaltebecken „Buchbrunnen“ , Neunkirchen

Die katastrophalen Überflutungen zahlreicher Ortschaften im Bereich des Einzuggebietes von Elsenz und Schwarzach bei den Hochwässern im Dezember 1993 und Juni 1994 mit Schäden von über 150 Mio. Euro machten deutlich, dass eine Verbesserung des Hochwasserschutzes dringend erforderlich ist. Ziel der konkreten Hochwasserschutzplanungen war, für das gesamte Einzugsgebiet eine flächendeckende, optimierte Hochwasserschutzkonzeption zu entwickeln, die auf den neuesten hydrologischen Daten aufbaut und umweltverträgliche Lösungen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes aufzeigt. Vorrangig sind darin dezentrale Hochwasserschutzmaßnahmen vorgesehen, welche im Bedarfsfall durch lokale Schutzmaßnahmen ergänzt werden. Durch das entwickelte Hochwasserschutzkonzept soll für die bebauten Bereiche in den Ortslagen ein einheitlicher Schutzgrad hergestellt werden.

Die wasserwirtschaftlichen Grundlagen für die Planung der Hochwasserrückhaltebecken wurden im Rahmen einer „Flussgebietsuntersuchung“ erarbeitet. Diese hatte zum Ergebnis, dass zusätzliche Beckenstandorte notwendig werden, um einen 100-jährigen Hochwasserschutz unter Berücksichtigung eines „Klimafaktors“ zu erreichen. Mittels der Untersuchung stellte man fest, dass zum Schutz des Innerortsbereich von Neunkirchen ein weiteres Rückhaltebecken erforderlich ist.

Mit der Umsetzung der Maßnahme „Bau des Hochwasserrückhaltebecken Buchbrunnen“ wurde dieser Tage mit dem ersten Spatenstich begonnen.
Es ist die zweite Baumaßnahme dieser Art, denn das Becken „Kriegwald-Zeil“ reguliert bereits seit zehn Jahren den Zufluss aus einem Teileinzugsgebiet auf ein vertretbares Maß. Zuletzt hatte ein Wolkenbruch im März 2008 etliche Keller in Neunkirchen voll laufen lassen. Dass es überhaupt hoch über dem Neckar zu überfluteten Straßen und Gebäuden kommen kann, verwundert den Laien. In Neunkirchen entspringt jedoch der Schwarzbach, ganz in der Nähe der neuen Schutzanlagen. Sein verrohrter Verlauf durch den Ort kann große Wassermassen (Oberflächenwasser bei Starkregen) nicht immer aufnehmen. Daher ist eine Abflussregelung über das neue Hochwasserrückhaltebecken unumgänglich.

„Der Planungsweg war lang und bisweilen nicht einfach“, zeichnete Bürgermeister Schirk den Entwicklungsprozess nach, der immerhin mit einem Gesamtkostenaufwand von gut einer Million Euro kalkuliert ist, in dem auch der Grunderwerb sowie alle weiteren Nebenkosten enthalten sind. Für die Gemeinde entsteht ein Eigenanteil von 137.000 €, der ca. 14 Prozent entspricht. Gefördert wird das Projekt vom Land Baden-Württemberg und aus dem Gemeindeausgleichsstock mit rund 873.000 €.

Die Baumaßnahmen werden von der Waibstädter Bauunternehmung Hauck ausgeführt. Der Damm, der einmal die Wassermassen halten bzw. kontrolliert abfließen lassen soll, wird 170 Meter lang und 49 Meter breit sein. „Bei Volleinstau“, führte Werner Martin vom Ingenieurbüro aus Reichartshausen aus, „wird eine Fläche von einem Hektar überflutet sein.“ Das entspricht einem Rückhaltevolumen von 12.000 Kubikmetern. Waldemar Ehrmann vom Fachdienst Wasserwirtschaft des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis sieht damit ein Stück Daseinvorsorge getroffen und betonte: „Auch für die Gemeinden, die im Verlauf des Schwarzbachs liegen.“
„Das schafft Sicherheit für die Bürger“, pflichtete Gerold Werner bei, der den Zweckverband Hochwasserschutz „Einzugsgebiet Elsenz-Schwarzbach“ vertrat.

Die Baumaßnahme soll im Frühjahr 2010 abgeschlossen sein. Bis dahin hofft man, ohne Starkregen und Wolkenbrüche davon zu kommen. Und ein so genanntes hundertjähriges Hochwasser wünscht man sich nicht wirklich, wenn auch die Anlage rein rechnerisch darauf ausgelegt ist.



Die eigentliche Arbeit erledigen die Bagger, aber als Symbol muss doch immer wieder der Spaten her, wenn es gilt eine Baumaßnahme offiziell zu beginnen. Beim Rückhaltebecken Buchbrunnen in Neunkirchen griffen Wolfgang Schirk, Gerold Werner, Waldemar Ehrmann, Jürgen Ebert und Werner Martin (v.l.) zu den Spaten. Foto: Ursula Brinkmann



 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

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