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2.Juli 2010: „Die grünen Seiten“ – Informationsbroschüre
der Gemeinde Neunkirchen neu aufgelegt!
Die Gemeindeverwaltung hat in
Zusammenarbeit mit der Werbeagentur COP-Media,
Inhaber Matthias Drobinoha, Neckarkatzenbach,
die Informationsbroschüre „Die grünen
Seiten“ neu aufgelegt.
Die attraktiv gestalteten Seiten beinhalten
neben allem Wissenswerten über die Gemeinde
mit ihren Einrichtungen auch Informationen über
Kirchen, Vereine, Institutionen, Ärzte,
soziale und kirchliche Organisationen, Adressen
des regionalen Handels und Gewerbes sowie eine
Info-Seite mit den wichtigsten Notrufnummern.
Ergänzend zeigen gelungene Farbaufnahmen
und Impressionen die Gemeinde mit ihrem Ortsteil
Neckarkatzenbach von der schönsten Seite.
Die neu aufgelegte Broschüre soll vor allem
für unsere Neubürger/innen eine wichtige
Orientierungshilfe sein und ihnen die Gemeinde
näher bringen.
Hierzu enthält das Heft auch einen auf
den neuesten Stand gebrachten Ortsplan.
„Die grünen Seiten“ werden in den nächsten
Tagen an alle örtlichen Haushalte und Gewerbebetriebe
verteilt. Außerdem ist die Info-Broschüre
im Bürgerbüro des Rathauses kostenlos
erhältlich.
Die Neuauflage dieser kompakten und aufwendig
gestalteten Bürgerinformation ist möglich
geworden, durch die Firma COP-Media, insbesondere
durch Herrn Matthias Drobinoha und seinem Team,
sowie den gewerblichen Inserenten.
Die Gemeinde bedankt sich bei allen Mitwirkenden
recht herzlich.
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Kirschenversteigerung 2010 in Neunkirchen
Nachdem die Kirschblüte
(siehe Bilder) und der weitere Witterungsverlauf
bisher einen zufriedenstellenden Ertrag
der gemeindeeigenen Kirschbäume erwarten
lässt, findet die diesjährige
Kirschenversteigerung am Freitag, den
18.06.2010 statt. Die Interessenten treffen
sich zum Gemarkungsrundgang um 16.00 Uhr
am „Steinernen Kreuz“, an der Gabelung
Zwingenberger Straße – Förstelweg.
Ob vollmundige Herzkirsche für die
ganze Familie, ob die kleinen geschmacksintensiven
Sorten zur Marmeladenherstellung oder
den Kirschkuchen oder die speziellen Schnapskirschen
für den Kenner – für jeden ist
etwas dabei.
Deshalb: Merken Sie sich den Termin vor.
Das Mindestgebot für einen Baum beträgt
3,00 € (Mehrgebote jeweils 1,00 €).
Frische Luft und eine schöne Landschaft
gibt es gratis dazu.
Die geehrten Kameraden erhielten neben
Urkunden ein Präsent und die anwesenden
Ehegatten einen Blumengruß.
In die Altersmannschaft
wurden an diesem Abend verabschiedet,
die langjährigen aktiven Kameraden
Heinz Backfisch, Hans-Martin Rupp, Reinhard
Streng und Manfred Trautmann (alle Abt.
Neunkirchen). Auch sie erhielten als Dank
ein kleines Präsent.
Nicht nur Abgänge waren zu verzeichnen
sondern auch ein Neuzugang in der Wehr
Neunkirchen. Mit Walter Steinmann wirkt
künftig ein ehem. Feuerwehrmann aus
Leimen in unserer Wehr mit.
(v.l.n.r.) Bgm. Wolfgang
Schirk, Karl Bender, GKdt. Erich Bierweiler,
Abt.Kdt. Ralf Lenz und KBM Rainer Dietz.
(v.l.n.r.) Bgm. Wolfgang
Schirk, Gerd Werner, Ulrich Schmiemann
jun., Gerd Wagner,
GKdt. Erich Bierweiler, Volker Ackermann,
AbtKdt. Ulrich Schmiemann sen. und
Abt.Kdt. Ralf Lenz
(v.l.n.r.) GKdt. Erich
Bierweiler, Reinhard Streng, Heinz Backfisch,
Manfred Trautmann, Hans-Martin Rupp, Bgm.
Wolfgang Schirk und Abt.Kdt. Ralf Lenz
Das SUN-AREA-Projekt - Analyse des Solarpotenzials
auf Dachflächen
Erste Ergebnisse von SUN-AREA
im LEADER-Aktionsgebiet Neckar-Odenwald-Tauber
SUN-AREA ist ein Projekt an dem sich auch
die Gemeinde Neunkirchen beteiligt. Hier
wird das solare Energiepotenzial einer
jeden Dachfläche der teilnehmenden
Gemeinden der drei Landkreise Main-Tauber-Kreis,
Neckar-Odenwald-Kreis und Rhein-Neckar-Kreis
ermittelt.
Gefördert von der EU-Gemeinschaftsinitiative
„LEADER“, wurden mittels Laserscans aus
einem Flugzeug die Dachneigung und -ausrichtung
sowie der Schattenwurf berechnet. Auf
Basis dieser Daten sind die optimalen
Standorte für Photovoltaikanlagen
in allen Städten und Gemeinden des
Untersuchungsgebietes errechnet worden.
Für jede Teilfläche eines Daches
wird die solare Eignung, der potenzielle
Stromertrag, die CO2-Einsparung sowie
das Investitionsvolumen berechnet und
in einer interaktiven Karte im Internet
für jeden einsehbar bereitgestellt.
Die Ergebnisse der Solarpotenzialanalyse
demonstrieren, wie groß die Möglichkeiten
für photovoltaische und solarthermische
Nutzung in der Region sind.
SUN AREA hat zudem nachgewiesen, dass
sich rund 20 % der deutschen Dachflächen
für die Nutzung der Sonnenenergie
eignen. Damit ließe sich deutschlandweit
der komplette private Strombedarf decken.
Testen auch Sie, ob Ihr Haus zur Solar-Energiegewinnung
geeignet ist.
Und so gehts:
Die Solarkarte finden Sie über einen
Link auf unserer Internetseite
www.neunkirchen-baden.de
oder direkte über
www.leader-neckar-odenwald-tauber.de.
Hier klicken Sie am linken Rand beim Hauptmenü
„Projekt SUN-AREA“ an. Dort ganz nach
unten scrollen und die Solarkarte öffnen.
Gemeinde Neunkirchen, Straße und
Hausnummer auswählen (linke Seite)
und Ihr Gebäude wird angezeigt.
Nähere Informationen über Eignung,
Modulgröße, Stromertrag und
CO2-Einsparung des Gebäudes erhalten
Sie durch anklicken des Informations-Button
(blauer Kreis mit weißem „i“, in
der oberen Menüleiste), danach das
Gebäude anklicken.
Für Fragen stehen wir Ihnen gerne
zur Verfügung!
Neujahrsempfang in Neunkirchen - Verleihung
der Ehrenmedaille des Gemeindetags Baden-Württemberg
an verdiente Gemeinderatsmitglieder
Gutgelaunt eröffneten
am Sonntagvormittag Gerhard Kopecek und
die Musikkapelle Neunkirchen den Neujahrsempfang
der Gemeinde. Frischen Wind brachte auch
der Sängerbund in die mit gut 150
Gästen gefüllte Schulturnhalle.
„Sailing“ von Rod Stewart hatte Alexander
Rützel, der neue Dirigent des „Sängerbunds“,
für seine beeindruckende Premiere
ausgewählt.
In Form eines „Jahres-ABC“ ließ
Bürgermeister Wolfgang Schirk nicht
nur das vergangene Jahr Revue passieren.
Über A wie „Amtsblatt“ bis Z wie
„Zukunft“ sprach das Ortsoberhaupt. Die
Erhöhung der Bezugsgebühr der
Gemeindenachrichten mochte da zu den weniger
prekären Themen gehören. Trotz
grundsätzlichen Bedarfs und trotz
einer „ganz hervorragenden staatlichen
Förderung“ habe man den Bau einer
Mehrzweckhalle einstimmig auf bessere
Zeiten verschieben müssen. Vor dem
Hintergrund der zu erwartenden finanziellen
Entwicklung der Gemeinde, die rund 47
Prozent ihrer Einnahmen aus Zuweisungen
der öffentlichen Hand rekrutiere,
sei bereits das gesetzte Ziel, alles Begonnene
termingerecht zum Abschluss zu bringen,
äußerst anspruchsvoll. Auch
wenn klar sei, dass schwierige Zeiten
bevorstünden, und man vielleicht
bis 2012 kürzer treten müsse,
versprach der Rathauschef, dass Gemeinderat
und Verwaltung die Aufgaben der Zukunft
„gezielt, sachorientiert und gewissenhaft“
angehen werden.
Zu den Erfolgsmeldungen zählten der
Ausbau der Verbindungsstraße zwischen
Neunkirchen und Breitenbronn, die Neugestaltung
des Dorfplatzes von Neckarkatzenbach oder
das tolle Ergebnis beim Landeswettbewerb
„Unser Dorf hat Zukunft“. Unabhängig
davon, wie Neunkirchen im Sommer auf Bundesebene
abschneide, sei mit dem vordersten Platz
auf Landesebene der Wert aller bisherigen
Aktivitäten der Bürgergemeinschaft
bereits in Gold gefasst: „Sieger ist unser
Dorf und Sieger sind die Menschen, die
hier leben.“
Wesentlich weiter als bisher geplant seien
die Bauarbeiten am Hochwasserrückhaltebecken
Buchbrunnen, welches wohl bis Mitte des
Jahres fertiggestellt sein werde. Trotz
hohen Eigenkostenanteils von ca. 60 000
Euro halte man am Breitbandanschluss für
Neckarkatzenbach fest – und hoffe, dass
die Realisierung bis 2011gelinge. Schule
machen sollen auch die Arbeitsfelder „Erneuerbare
Energien“ und „Energetische Sanierung“.
Eine auf dem Dach der Grundschule angebrachte
Photovoltaikanlage mache dies deutlich.
All das Erreichte wäre nicht ohne
engagierte Menschen zu bewerkstelligen.
Deshalb dankte Wolfgang Schirk zahlreichen
verdienten Mitbürgern namentlich.
„Kreativität, Geduld, Einsatz, Energie
und bisweilen auch Hartnäckigkeit“,
bescheinigte er den Gemeinderäten
Adam Frey und Wolfgang Knörzer. Sie
erhielten „für ihre 20-jährige
aktive kommunalpolitische Tätigkeit“
die Ehrennadel des Gemeindetags Baden-Württemberg
in Silber.
Adam Frey sei seit seiner Wahl am 22.
Oktober 1989 ununterbrochen Gemeinderat
in Neunkirchen. Darüber hinaus sei
er Mitglied im Verwaltungsausschuss und
vertrete die Gemeinde in der Verbandsversammlung
des Gemeindeverwaltungsverbandes Kleiner
Odenwald und im Patenschaftsrat . Auch
als Vorsitzender des Gewerbevereins, als
Mitorganisator des Kirschfestes und als
Vorsitzender des Heimat- und Museumsvereins
habe Frey Enormes geleistet.
Wolfgang Knörzer wurde ebenfalls
im Jahre 1989 erstmals in den Gemeinderat
gewählt und gehörte somit 20
Jahre ununterbrochen diesem Gremium an.
Er war außerdem Mitglied des Technischen
Ausschusses und vertrat die Gemeinde seit
vielen Jahren beim Gemeindeverwaltungsverband
„Kleiner Odenwald“ und im Patenschaftsrat.
Außerdem begleite er seit langem
die Funktion des Vorsitzenden des örtlichen
Gutachterausschusses. Mit großer
Hingabe engagierte sich Knörzer über
40 Jahre lang für das örtliche
Feuerwehrwesen. Der langjährige Gesamtkommandant
wurde 2005 zum Ehrenkommandanten der Gesamtfeuerwehr
ernannt.
„Mit viel Fleiß und Engagement wurden
wir als Goldkinder beim Landeswettbewerb
ausgezeichnet“, betonte Bernhard Knörzer.
Der stv. Bürgermeister mahnte, sich
auf das Wichtigste zu besinnen, auf die
Menschen, die in einer Gemeinde leben.
„Blutspender
sind Lebensretter“ -Neunkirchen ehrte
langjährige Blutspender
Dass Blutspender einem besonderen Menschenschlag
angehören, stand am Sonntag für
Neunkirchens Bürgermeister Wolfgang
Schirk außer Frage. Sie zeichneten
sich durch ein besonderes Verhältnis
zum Nächsten aus und verdienten deshalb
eine besondere Würdigung. „Blutspender
sind Lebensretter“, unterstrich Schirk
während des Neujahrsempfangs in der
Schulturnhalle und verwies auf eine seltsame
Diskrepanz. 66 Prozent aller Menschen
bräuchten irgendwann in ihrem Leben
Blut, Plasma oder aus Blutprodukten hergestellte
Medikamente. Aber nur 2,5 Prozent der
Bürger in Deutschland seien bereit,
Blut zu spenden. „Anerkennung und unsere
Achtung“ verdienten die langjährigen
Blutspender, die Schirk im Namen des Deutschen
Roten Kreuzes auszeichnete.
Eine Ehrennadel in Gold erhielt Sabine
Linnebach für zehnmaliges Blutspenden.
Bereits 25 Mal spendeten Martina Farkas,
Johannes Kandora und Jutta Seifert, wofür
sie mit der Ehrennadel in Gold mit goldenem
Lorbeerkranz ausgezeichnet wurden. Unglaubliche
50 Mal hat Sabine Sigmund bereits Blut
gespendet und erhielt ebenfalls eine Ehrennadel
in Gold mit goldenem Lorbeerkranz. Der
DRK-Ortsgruppe dankte Schirk für
ihre Aktivitäten.
Schlussveranstaltung zum Landeswettbewerb
„Unser Dorf hat Zukunft“ –
Minister Peter Hauk überreichte Goldmedaille
in Karlsruhe
Neunkirchen hatte beim
Landeswettbewerb 2008/2009 von „Unser
Dorf hat Zukunft“ des baden-württembergischen
Ministeriums für Ernährung und
Ländlichen Raum sowohl auf Kreisebene
als auch auf Bezirks- und Landesebene
stets die Nase vorn. Das Kirschendorf
im Kleinen Odenwald mit seinen 1645 Einwohnern
schickt sich nun an, auch beim Bundeswettbewerb
2010 zu punkten.
Doch zuvor wurden am Samstag bei der Schlussveranstaltung
im Kongreßzentrum Karlsruhe, an
der auch MdL Georg Nelius und Landrat
Dr. Achim Brötel teilnahmen, die
Meriten in Form einer Goldmedaille, einer
Goldurkunde und einem Preisgeld in Höhe
von 1.500 Euro abgeholt. Im „Tross“ von
Bürgermeister Wolfgang Schirk befanden
sich 130 Bürger – allesamt zurecht
stolz auf die gemeinschaftlich erbrachte
Leistung, denn es war „ein besonderer
Tag und ein tolles Erlebnis“ für
die mitgereisten Neunkirchener.
Bei der feierlichen Veranstaltung, deren
musikalischer Auftakt mit „imposanten
Naturklängen“ von den Jagdhornbläsern
Kleiner Odenwald unter Leitung von Dietmar
Hellmann gestaltet wurde, hielt der Minister
für Ernährung und Ländlichen
Raum, Peter Hauk, die Festansprache. Die
Mitglieder der Bewertungskommissionen
hätten sich im Rahmen des Wettbewerbes
überzeugen können, dass die
preisgekrönten Dörfer bei 137
Teilnehmern (vergeben wurden zehn Sonderpreise,
elf Bronze-, sechs Silber- und fünf
Goldmedaillen) Zukunft haben: Dörfer,
in denen sich die Bürgerinnen und
Bürger einbringen, d. h. mit anpacken,
mitplanen und mitentscheiden, seien, so
Hauk, auf dem richtigen Weg in eine Zukunft
mit hoher Lebensqualität.
Es sei bewundernswert, wie dort Probleme
gemeinsam angegangen werden. Der Wettbewerb
habe wiederum eindrucksvoll bewiesen,
dass zahlreiche Maßnahmen, wie etwa
die Schaffung von Gemeinschaftseinrichtungen
oder von attraktiv gestalteten Grünflächen,
nur durch die Mitwirkung der Bevölkerung
in Form von Eigenleistungen und Spenden
realisiert werden konnten.
Gerade der ländliche Raum habe noch
ein stabiles, tragfähiges Sozialgefüge
– Nachbarschaftshilfe und ein enger Verbund
der Generationen prägen die zwischenmenschlichen
Beziehungen und sorgen für „emotionale
Geborgenheit“.
Doch auch der ländliche Raum bleibe
von gesellschaftlichen Entwicklungen nicht
ganz verschont: Die Globalisierung etwa
erfordere zunehmende Mobilität. Familienstrukturen
variieren mehr und mehr (Stichwort: „Patch-Work-Familie“)
und Altenpflegeeinrichtungen haben in
den Dörfern längst Einzug gehalten.
Bemerkenswert sei, wie in den Dörfern
auf solche Trends reagiert werde. Zum
Teil wurden in Wettbewerbs-Dörfern
Netzwerke gebildet, die mit Aktivitäten
im sozialen, aber auch im Bildungsbereich
die Gemeinschaft stärken und verschiedene
Institutionen vernetzen sollen.
In aller Regel stünden Wettbewerbs-Dörfer
auch als Synonym für familienfreundliche
Dörfer. Sie bieten Raum für
junge Leute, die „Ja“ sagen zu Kindern.
Ein bedarfsgerechtes Angebot an Kinderbetreuung
sichert zusammen mit der verlässlichen
Grundschule die Vereinbarkeit von Familie
und Beruf. Darüber hinaus signalisieren
zahlreiche Aktivitäten außerhalb
von Betreuungseinrichtungen, dass Familien
willkommen sind. Der Minister ermunterte
die Preisträger, das „Markenzeichen“
des Wettbewerbs zu nutzen, wenn sie der
demographischen Herausforderung, vor der
wir bereits heute stehen, Paroli bieten
wollen.
Politische Ansätze zum Erhalt und
Ausbau des ländlichen Raums könnten
nur dort erfolgreich sein, wo Menschen
mit hohem persönlichen Einsatz und
Begeisterung für ihr Dorf leben.
Durch unterschiedliche Förderprogramme
schaffe das Land die Rahmenbedingungen
für ein attraktives Leben im ländlichen
Raum und sorge für die notwendige
Infrastruktur. Die Menschen, die da wohnen,
„machen aber durch ihre Lebensweise und
ihren Umgang miteinander ein einfaches
Dorf zur Heimat“ betonte Peter Hauk.
In einem kurzen Podiumsgespräch sagte
Wolfgang Schirk, dass der Goldmedaillengewinn
des Ortsteils Neckarkatzenbach im Jahre
2003 Motivation war, sich mit neuen Ideen
in der Gemeinde „frisch zu machen“. Bestimmte
Projekte ließen sich nunmehr in
den Ortteilen einfacher realisieren.
In einem mit viel Beifall bedachten virtuellen
Spaziergang durch das „einfach l(i)ebenswerte
Neunkirchen“ stellte Bürgermeister
Schirk seine Gemeinde vor. Er fasste zusammen:
„Neunkirchen steht für nachhaltige
Dorfentwicklung“.
Aus dem Neckar-Odenwald-Kreis wurde Buchen-Hettingenbeuern
mit einer Bronzemedaille augezeichnet.
Neben Neunkirchen erhielten Bad Dietzenbach-Gosbach,
Mehrstetten, Sasbachwalden und Owingen-Billafingen
die Goldmedaille verliehen. Letzteres
Dorf aus dem Bodenseekreis vertritt zusammen
mit Neunkirchen das Land Baden-Württemberg
beim Bundesentscheid.
Bei der Abschlussveranstaltung der 23.
Landeswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“
in Karlsruhe stand Neunkirchen ganz oben
auf der Siegertreppe und wird Baden-Württemberg
auch beim Bundeswettbewerb vertreten.
Seniorennachmittag
der Gemeinde
Zahlreiche Seniorinnen
und Senioren nahmen an der Feier, zu
der die Gemeinde Neunkirchen alle Mitbürgerinnen
und Mitbürger ab dem 65. Lebensjahr
eingeladen hatte, teil. Bürgermeister
Schirk konnte neben den Besuchern auch
die Pfarrer beider Konfessionen in der
herbstlich dekorierten Turnhalle der
Grundschule Neunkirchen begrüßen.
Zusammen mit dem Ortsverein des Deutschen
Roten Kreuzes (DRK) Neunkirchen hatten
sich die Verantwortlichen wieder einiges
einfallen lassen, um den Gästen
einen bunten und unterhaltsamen Nachmittag
zu bieten.
Bürgermeister Wolfgang Schirk präsentierte
dem Publikum eine verkürzte Form
des Vortrags „Unser Dorf hat Zukunft“,
welcher auch die Bewertungskommission
des Landes von unserem Dorf überzeugt
hat. Sein Vortrag wurde durch Bildmaterial
anschaulich unterstützt.
Herr Pfarrer Samuel Goerke und Herr
Pfarrer Helmut Löffler konnten
mit ihren Vorträgen die Seniorinnen
und Senioren ebenfalls begeistern.
Zu Beginn unterhielten Frau Kühnle
und ihre Musikschülerinnen Mona
Kellner, Franziska Steck und Amelie
Rupp die Anwesenden mit wunderschönen
Klängen auf Klavier und Querflöte.
Weiterhin musizierten in diesem Jahr
der Sängerbund Neunkirchen sowie
Herr Rüdiger Heiß aus Reichertshausen,
der die Gäste mit Schlagern und
Volksliedern zum Mitsingen und Mitschunkeln
animierte.
Zum Abschluss des offiziellen Teils
der Veranstaltung bedankte sich Bürgermeister
Schirk bei allen Mitwirkenden. Sein
besonderer Dank galt den Helferinnen
und Helfern des DRK sowie des Jugendrotkreuzes,
welche sich bei der Vorbereitung und
bei der Bewirtung der Gäste wieder
sehr viel Mühe gegeben haben.
Im Anschluss an den Bericht drucken
wir einige Bilder der Veranstaltung
ab.

(Sängerbund
Neunkirchen)
(Herr Rüdiger Heiß)

(Pf.
Helmut Löffler und Pf. Samuel Goerke)

(Frau Kühnle mit Musikschülerin)

(Senioren beim Singen)
Konstituierenden Gemeinderatssitzung am
24.07.2009
Zu der
feierlichen konstituierenden Gemeinderatssitzung
am 24.07.2009 konnte Bürgermeister
Wolfgang Schirk im Bürgersaal des
Bürgerhauses Neunkirchen zahlreiche
interessierte Bürgerinnen und Bürger
begrüßen.
In seiner Rede zu Beginn
der Gemeinderatssitzung bezeichnete Bürgermeister
Schirk die Verabschiedung der ausscheidenden
und die Einführung und Verpflichtung
der neuen Gemeinderäte als wichtigen
Meilenstein in der Geschichte der Gemeinde.
Sie alle hätten sich bisher oder
würden sich künftig den Herausforderungen
des wichtigsten Ehrenamtes innerhalb der
Gemeinde stellen und sich an verantwortlicher
Position für die Allgemeinheit einsetzen.
Das Gemeinwesen sei nicht überlebensfähig
ohne die Bereitschaft vieler Bürgerinnen
und Bürger, sich im kommunalen Umfeld,
in Vereinen, Gruppierungen oder Organisationen
zu engagieren. Von der Vielzahl und Vielfalt
dieser freiwilligen Tätigkeiten hänge
die Qualität des Lebens ganz besonders
in einer kleinen Gemeinde wie Neunkirchen
ab.
Freiwilliges und ehrenamtliches Engagement
sei nicht nur der Ausdruck gelebter Solidarität
sondern auch ein Stück Freiheitlichkeit
des Gemeinwesens. Die Verantwortungs-
und Leistungsbereitschaft, die eben in
dieser freiwilligen Arbeit zum Ausdruck
komme, hebe die ehrenamtlich Tätigen
in ihrer Bedeutung für die Gesellschaft
heraus und mache sie zu Vorbildern. Diese
Arbeit bleibe allerdings häufig unbeachtet
oder ohne direkte Kenntnisnahme durch
die Öffentlichkeit. Es sei daher
wichtig, den Mitbürgerinnen und Mitbürgern
immer wieder in das Bewusstsein zu rufen,
was durch ehrenamtliche Tätigkeit
erreicht werden könne.
Als Beispiele dafür nannte der Bürgermeister
einige herausragende Maßnahmen der
Gemeinde in den letzten 5 Jahren, an deren
Umsetzung der Gemeinderat maßgeblich
beteiligt gewesen sei. Die ausscheidenden
Gemeinderäte hätten im Rahmen
des Gesamtgemeinderates viel bewegt und
könnten stolz auf ihre guten Beiträge
zum Wohle der Gemeinde sein.
(Verabschiedung der ausscheidenden Gemeinderäte,
Gruppenbild mit Bürgermeister Wolfgang
Schirk – Es fehlt Gemeinderat Matthias
Drobinoha)
Insgesamt vier Gemeinderätinnen und
Gemeinderäte verließen, nach
zum Teil mehr als zwanzigjähriger
Zugehörigkeit, das Gremium.
Frau
Helga Spänig
wurde 1999 erstmals in den Gemeinderat
gewählt und führte dieses Ehrenamt
über 10 Jahre aus. Während ihrer
Amtszeit war sie viele Jahre Mitglied
im Verwaltungsausschuss und des Patenschaftsrates.
Frau
Anneliese Weitzel
gehörte dem Gemeinderat seit dem
Jahr 2004 an. Sie war außerdem im
Verwaltungsausschuss und im Patenschaftsrat
aktiv.
Fünfzehn Jahre war
Mathias
Drobinoha Gemeinderat. In dieser
Zeit setzte er sich, als Vertreter des
Ortsteils Neckarkatzenbach, insbesondere
für die Belange des Teilortes ein.
Herr Drobinoha vertrat die Gemeinde überdies
im Verwaltungsausschuss, im Technischen
Ausschuss, dem Kindergartenkuratorium
und dem Patenschaftsrat.
Herr
Wolfgang Knörzer
wurde erstmals im Jahre 1989 in den Gemeinderat
gewählt und gehörte somit seit
20 Jahren ununterbrochen diesem Gremium
an. Er war außerdem Mitglied des
Technischen Ausschusses und vertrat darüber
hinaus die Gemeinde seit vielen Jahren
beim Gemeindeverwaltungsverband „Kleiner
Odenwald“ und im Patenschaftsrat.
Als nächsten Tagesordnungspunkt der
Gemeinderatssitzung nahm der Bürgermeister
die Verpflichtung des neugewählten
Gemeinderates vor.
Neu in das Gremium aufgenommen
wurden:
Walter Leibfried, Wolfgang Leßle
und Frank Lutitzki
(Das neue Gemeinderatsgremium mit Bürgermeister
Wolfgang Schirk)
Weitere Punkte der Tagesordnung waren
die Wahl der Bürgermeister-Stellvertreter,
die Besetzung der beratenden Ausschüsse
und die Wahl der Gemeinderatsvertreter
in den Zweckverbänden und sonstigen
Einrichtungen.
Ergebnis der Wahl der Bürgermeisterstellvertreter
1. stellvertretender Bürgermeister
ist Herr Bernhard Knörzer,
2. stellvertretender Bürgermeister
ist Herr Peter Kellner.
Besetzung der beratenden Ausschüsse
des Gemeinderates
Die Ausschüsse setzen sich künftig
wie folgt zusammen:
Vertreter im Verwaltungsausschuss:
Peter Kellner
Karlheinz Emig
Wolfgang Leßle
Adam Frey
Renate Streng
Vertreter im Technischen Ausschuss:
Gerhard Fuchs
Frank Lutitzki
Walter Leibfried
Ralf Leibfried
Bernhard Knörzer
Wahl der Vertreter bei den Zweckverbänden
und sonstigen Einrichtungen
Folgende Mitglieder des Gemeinderates
werden die Gemeinde Neunkirchen in den
Verbandsversammlungen der Zweckverbände
und sonstigen Einrichtungen vertreten:
Gemeindeverwaltungsverband Kleiner Odenwald
Sitz: Aglasterhausen
Adam Frey
Walter Leibfried
Abwasserzweckverband Schwarzbachtal
Sitz Neckarbischofsheim
Ralf Leibfried
Zweckverband "Wasserversorgungsgruppe
Mühlbach"
Sitz Bad Rappenau
Peter Kellner
Kindergartenkuratorium und Schulbeirat
Karlheinz Emig
Frank Lutitzki
Renate Streng
Patenschaftsrat
Adam Frey
Walter Leibfried
Peter Kellner
Wolfgang Leßle
Karlheinz Emig
Die Wahlen erfolgten jeweils einstimmig.
„Unser Dorf hat Zukunft“ – Neunkirchen
qualifiziert sich für die Teilnahme
am Landesentscheid

Viele Glückwünsche
konnte die Gemeinde Neunkirchen dieser
Tage entgegennehmen, als das Ergebnis
der Bewertungskommission des Regierungspräsidiums
Karlsruhe zum Bezirksentscheid „Unser
Dorf hat Zukunft“ bekannt wurde. Wie ein
Lauffeuer verbreitete sich die freudige
Botschaft durch den Ort: „Neunkirchen
hat es geschafft“.
Das Regierungspräsidium Karlsruhe
teilte in einem Schreiben mit, dass sich
die Gemeinde als Sieger des Bezirksentscheides
für die Teilnahme am Landesentscheid
qualifiziert habe. Neunkirchen konnte
mit „herausragenden und außergewöhnlichen
Leistungen in allen fünf Bewertungsfeldern“
punkten. Insbesondere mit dem Konzept
einer Dorfentwicklung, die alle Lebensbereiche
und alle Generationen erfasse, habe die
Gemeinde die Bewertungskommission, welche
im Rahmen einer Ortsbesichtigung am 1.
Juli 2009 in Neunkirchen weilte, beeindruckt.
Auch die Gemeinde Loffenau aus dem Landkreis
Rastatt hat sich weiterqualifiziert. Neunkirchen
und Loffenau werden den Regierungsbezirk
Karlsruhe bei der Entscheidung auf Landesebene
vertreten, bei der im September insgesamt
10 Ortschaften aus ganz Baden-Württemberg
antreten.
Für uns „Neunkirchner“ gilt: Erneut
die Ärmel hochkrempeln und zeigen
was unser Dorf zu bieten hat!
Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“
– Besuch der Bewertungskommission

Die nicht gerade einfache
Aufgabe, Neunkirchen in nur zwei Stunden
umfassend darzustellen, hatte Bürgermeister
Wolfgang Schirk am vergangenen Mittwochnachmittag.
Nur 120 Minuten verweilte die siebenköpfige
Bewertungskommission des Regierungspräsidiums
Karlsruhe unter Leitung von Angelika Appel
vor Ort, die einer kaum einfacheren Aufgabe
gegenübersieht: Aus acht Kandidaten
des Regierungsbezirkes Karlsruhe – im
Neckar-Odenwald-Kreis bewirbt sich neben
Neunkirchen auch Hettigenbeuern – zwei
für das Finale des Landeswettbewerbs
„Unser Dorf hat Zukunft“ zu bestimmen.
Unterstützt von Kirschenprinzessin
Luise Weitzel und zahlreichen Bürgerinnen
und Bürgern, stellte Bürgermeister
Schirk unser Dorf und „das was Neunkirchen
und seine Bewohner ausmacht“ in einer
halbstündigen PowerPoint-Präsentation
vor. Auch beim Rundgang durch den Ortskern,
an den sich eine kleine Bustour bis zur
Zwingenberger Chaussee anschloss, machte
Neunkirchen eine gute Figur.
Bürgermeister Schirk hieß die
Bewertungskommission im Bürgerhaus
willkommen. Hierbei konnte er auch den
Vertreter des Neckar-Odenwald-Kreises,
den Ersten Landesbeamten Herrn Martin
Wuttke, begrüßen. „Wir wollen
alles von Ihnen erfahren“, unterstrich
Angelika Appel und dankte für den
„herzlichen und großartigen Empfang“.
Mit dem Motto „Neunkirchen, einfach liebenswert“
überschrieb Bürgermeister Schirk
die „virtuelle Stippvisite“ in der Gemeinde.
Seinen Vortrag zu den fünf vorgegebenen
Themenfeldern ergänzte der Bürgermeister
mit zahlreichen aussagekräftigen
Fotos, übersichtlich gestalteten
Plänen und humorvollen Randbemerkungen.
Dass die Dorfentwicklung einen jahrzehntelangen
Prozess darstelle, betonte Schirk ebenso
wie er das Bürgerengagement hervorhob.
Zu den „Meilensteinen“ der Dorfentwicklung
zählten der Ausbau der Ortsdurchfahrt
oder die Einrichtung des Bürgerhauses.
Auch ohne Discounter gebe es im Ort etwas
„von allem, was man braucht“. Letzteres
gelte auch für den Bereich „Soziale
und kulturelle Aktivitäten“. Hier
gebe es von der Kinderkrippe über
zwei kirchliche Kindergärten, von
der Grundschule mit 80 Kindern bis hin
zur Seniorenwohnanlage zahlreiche Angebote.
Neben dem von der Gemeinde ins Leben gerufenen
„Familiennetzwerk“ verfüge der 1800-Einwohner-Ort
über 40 Vereine und Gruppierungen,
darunter allein vier Gesangsvereine und
Ortsgruppen der großen Hilfsorganisationen
THW, Freiwillige Feuerwehr und DRK. Auch
das aktuell anstehenden Kirschenfest oder
die jährlich stattfindende „Kerwe“
seien Glanzlichter der Dorftradition.
Mehr über die zukünftig geplante
weitere Entwicklung des Dorfes, die Grüngestaltung
und „Das Dorf in der Landschaft“ erfuhren
die Kommissionsteilnehmer bei der einstündigen
Besichtigung. Wie das „Nadelöhr Kroneneck“
entschärft wurde, fand genauso Beachtung
wie die von zahlreichen Bürgern gepflegten
Grünflächen. Dass die Neunkirchener
voller Ideen anpacken können, zeigte
sich auch bei der „Kirschenallee“. Hier
gibt es neben dem Blütenmeer im Frühling,
eine jährliche Baumversteigerung.
Zudem pflanzen Brautleute jedes Jahr weitere
Bäume. Dass sogar schon Gäste
aus dem fernen China den Wohnmobilstandplatz
mit Panoramablick weit in den Kraichgau
hinein schätzten, konnte man gut
nachvollziehen.
Die Bewertungskommission zeigte sich beeindruckt,
als es zur Nachbesprechung bei Kaffee
und Kuchen vor das Bürgerhaus ging.
„Dass es hier schön ist, wissen Sie
selber“, fasste Angelika Appel ihre Eindrücke
zusammen. Weitergehende Aussagen könne
sie aber noch keine machen. Mit Konfuzius
empfahl der Erste Landesbeamte Martin
Wuttke ganz unparteiisch beide Gemeinden
des Neckar-Odenwald-Kreises. Nun heißt
es Daumen drücken und sich in Geduld
üben. Für Mitte Juli wird die
Entscheidung der Kommission erwartet.
Spatenstich
für das Hochwasserrückhaltebecken
„Buchbrunnen“ , Neunkirchen
Die katastrophalen Überflutungen
zahlreicher Ortschaften im Bereich des
Einzuggebietes von Elsenz und Schwarzach
bei den Hochwässern im Dezember 1993
und Juni 1994 mit Schäden von über
150 Mio. Euro machten deutlich, dass eine
Verbesserung des Hochwasserschutzes dringend
erforderlich ist. Ziel der konkreten Hochwasserschutzplanungen
war, für das gesamte Einzugsgebiet
eine flächendeckende, optimierte
Hochwasserschutzkonzeption zu entwickeln,
die auf den neuesten hydrologischen Daten
aufbaut und umweltverträgliche Lösungen
zur Verbesserung des Hochwasserschutzes
aufzeigt. Vorrangig sind darin dezentrale
Hochwasserschutzmaßnahmen vorgesehen,
welche im Bedarfsfall durch lokale Schutzmaßnahmen
ergänzt werden. Durch das entwickelte
Hochwasserschutzkonzept soll für
die bebauten Bereiche in den Ortslagen
ein einheitlicher Schutzgrad hergestellt
werden.
Die wasserwirtschaftlichen Grundlagen
für die Planung der Hochwasserrückhaltebecken
wurden im Rahmen einer „Flussgebietsuntersuchung“
erarbeitet. Diese hatte zum Ergebnis,
dass zusätzliche Beckenstandorte
notwendig werden, um einen 100-jährigen
Hochwasserschutz unter Berücksichtigung
eines „Klimafaktors“ zu erreichen. Mittels
der Untersuchung stellte man fest, dass
zum Schutz des Innerortsbereich von Neunkirchen
ein weiteres Rückhaltebecken erforderlich
ist.
Mit der Umsetzung der Maßnahme „Bau
des Hochwasserrückhaltebecken Buchbrunnen“
wurde dieser Tage mit dem ersten Spatenstich
begonnen.
Es ist die zweite Baumaßnahme dieser
Art, denn das Becken „Kriegwald-Zeil“
reguliert bereits seit zehn Jahren den
Zufluss aus einem Teileinzugsgebiet auf
ein vertretbares Maß. Zuletzt hatte
ein Wolkenbruch im März 2008 etliche
Keller in Neunkirchen voll laufen lassen.
Dass es überhaupt hoch über
dem Neckar zu überfluteten Straßen
und Gebäuden kommen kann, verwundert
den Laien. In Neunkirchen entspringt jedoch
der Schwarzbach, ganz in der Nähe
der neuen Schutzanlagen. Sein verrohrter
Verlauf durch den Ort kann große
Wassermassen (Oberflächenwasser bei
Starkregen) nicht immer aufnehmen. Daher
ist eine Abflussregelung über das
neue Hochwasserrückhaltebecken unumgänglich.
„Der Planungsweg war lang und bisweilen
nicht einfach“, zeichnete Bürgermeister
Schirk den Entwicklungsprozess nach, der
immerhin mit einem Gesamtkostenaufwand
von gut einer Million Euro kalkuliert
ist, in dem auch der Grunderwerb sowie
alle weiteren Nebenkosten enthalten sind.
Für die Gemeinde entsteht ein Eigenanteil
von 137.000 €, der ca. 14 Prozent entspricht.
Gefördert wird das Projekt vom Land
Baden-Württemberg und aus dem Gemeindeausgleichsstock
mit rund 873.000 €.
Die Baumaßnahmen werden von der
Waibstädter Bauunternehmung Hauck
ausgeführt. Der Damm, der einmal
die Wassermassen halten bzw. kontrolliert
abfließen lassen soll, wird 170
Meter lang und 49 Meter breit sein. „Bei
Volleinstau“, führte Werner Martin
vom Ingenieurbüro aus Reichartshausen
aus, „wird eine Fläche von einem
Hektar überflutet sein.“ Das entspricht
einem Rückhaltevolumen von 12.000
Kubikmetern. Waldemar Ehrmann vom Fachdienst
Wasserwirtschaft des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis
sieht damit ein Stück Daseinvorsorge
getroffen und betonte: „Auch für
die Gemeinden, die im Verlauf des Schwarzbachs
liegen.“
„Das schafft Sicherheit für die Bürger“,
pflichtete Gerold Werner bei, der den
Zweckverband Hochwasserschutz „Einzugsgebiet
Elsenz-Schwarzbach“ vertrat.
Die Baumaßnahme soll im Frühjahr
2010 abgeschlossen sein. Bis dahin hofft
man, ohne Starkregen und Wolkenbrüche
davon zu kommen. Und ein so genanntes
hundertjähriges Hochwasser wünscht
man sich nicht wirklich, wenn auch die
Anlage rein rechnerisch darauf ausgelegt
ist.
Die eigentliche Arbeit erledigen die Bagger,
aber als Symbol muss doch immer wieder
der Spaten her, wenn es gilt eine Baumaßnahme
offiziell zu beginnen. Beim Rückhaltebecken
Buchbrunnen in Neunkirchen griffen Wolfgang
Schirk, Gerold Werner, Waldemar Ehrmann,
Jürgen Ebert und Werner Martin (v.l.)
zu den Spaten. Foto: Ursula Brinkmann